Kamerun

Hilfe für Waisen

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Kindergarten der Live Word Mission-Schule. Godlove Toguh am Eingang seiner Schule.

Godlove Toguh hat ein Herz für Waisen. In seiner Schule hat er 122 bedürftige Kinder aufgenommen und sein Team kümmert sich auch um ihr Zuhause. Im April kommt Toguh in die Schweiz, um die Hilfsarbeit vorzustellen.

Die ‚Live Word Mission‘-Schule befindet sich in der Stadt Mutengene im Westen Kameruns, 450 km nördlich des Äquators. Als junger Lehrer wurde Toguh (31) mit der Not von Waisen konfrontiert. Viele leben auf der Strasse. In Kamerun, dem Ursprungsland von HIV/AIDS, sterben jährlich etwa 50‘000 Menschen an der Krankheit. Malaria, der grösste Killer, verschont kleine Kinder nicht.

Selbst Schule gegründet

Godlove Toguh ermöglichte eini¬gen Waisen, die Schule zu besu¬chen; ihr Schulgeld wurde von seinem Lohn abgezogen. Um mehr Waisen zu helfen und dies systematischer zu tun, gründete er mit zwei Freunden 2004 selbst eine christliche Primarschule mit Kindergarten. Sie nahm von Beginn weg Kinder auf, die das Schulgeld nicht bezahlen konnten.

Im Herbst 2009 waren 470 Kinder eingeschrie¬ben. 122 von ihnen sind Waisen und von ihren Eltern verlassene Kinder, die von Toguh und seinen Mitarbeitern gezielt ausgewählt wurden. Im Rahmen des ganzheitlichen Förderungsprogramms werden sie von christlichen Fami¬lien aufgenommen und betreut. Sie können die Schule gratis besuchen; die Pflegeeltern wer¬den finanziell unterstützt.

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Evelyn und Godlove Toguh. Im Kindergarten (März 2008).

Viel aus wenig

Jedes Jahr bitten viel mehr Waisen und verlas¬sene Kinder um Aufnahme in die Schule, als aufgenommen werden können. Mit den Schul¬geldern der anderen Kinder kann ein Teil der Kosten gedeckt werden, doch ist die Schule auf Spenden angewiesen. Zusätzliche Mittel werden es der Schulleitung ermöglichen, mehr bedürf¬tige Kinder als bisher zu unterrichten und zu betreuen. Mit dem Ziel, dafür Unterstützung zu gewinnen, kommt Godlove Toguh im April in die Schweiz.

Godlove Toguh hält sich vom 1.-14. April 2010 in der Schweiz auf. Er ist bereit für Gespräche und Vorträge in Gemeinden. Kontakt: Deborah Schmid, cameroon(at)livenet.ch

Datum: 16.01.2010

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