Gill Rosenberg

Sie kämpfte gegen den IS und wurde Christin

Die Israelin Gill Rosenberg gehörte zu den ersten Frauen, die an der Seite der Kurden gegen den IS antrat. Die Angriffe auf jesidische Frauen und Kinder hätten sie dazu gebracht. «Als Juden sagen wir, dass es nie wieder einen Holocaust geben darf, das gilt für alle!»

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Gill Rosenberg
In die Schlagzeilen kam Rosenberg bei ihrer Rückkehr nach Israel. Seite an Seite mit den Kurden gegen den IS zu kämpfen, bezeichnete sie als Pflicht. Sie gehörte zu den ersten Ausländern – insbesondere was Frauen anbelangt –, welche dieser ethnischen Minderheit beistand.

Im Gefängnis

Sie war allein von Kanada nach Israel ausgewandert, von 2006 bis 2008 diente sie in der israelischen Armee. Eine weniger ruhmreiche Episode in ihrem Leben war, dass sie gemeinsam mit anderen durch Telefontricks Rentner um Millionen erleichterte. Dafür verbüsste sie eine Haftstrafe in den USA.

Ihren Einsatz für die Kurden beschreibt sie als eine Chance, «meinem Leben eine neue Richtung zu geben und für etwas Gutes einzustehen.» Ihr Einsatz wurde von vielen Menschen in Israel als heldenhaft angesehen.

«Nie wieder Holocaust»

Während sechs Monaten hatte sie im Irak und in Syrien gekämpft. Sie sagte, dass die Vergewaltigungen und Folter-Torturen gegen jesidische Frauen sie dazu motiviert hätten, sich für sie einzusetzen. «Als Juden sagen wir, es darf nie wieder einen Holocaust oder einen Völkermord geben. Doch das gilt nicht nur für uns Juden. Das betrifft alle. So etwas darf nie wieder passieren!»

Es habe einige brenzlige Situationen gegeben und sie sei nicht sicher gewesen, ob sie je nach Israel würde zurückkehren können.

Nun wurden vor kurzem Bilder publiziert, auf denen zu sehen ist, wie sich Gill Rosenberg taufen lässt. Der Nachrichtendienst «BCN» schreibt, dass ihr Entscheid, Yeshua – also Jesus – nachzufolgen, ein ebenfalls mutiger und couragierter Entscheid sei.

Zum Thema:
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Datum: 14.01.2016
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet.ch/BCN

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