provokative Wahlempfehlung

Stimmen mehr als eine Million Amerikaner für Jesus?

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Mehr als eine Million US-Amerikaner wollen bei der Präsidentschaftswahl offenbar für Jesus Christus stimmen. Auf der Webseite «votingforjesus.com» hätten sich bereits 1,4 Millionen Menschen zur Stimme für Jesus verpflichtet.

Das teilte der evangelikale Prediger Bill Keller mit. In den USA können Wähler auch für einen nicht auf dem Stimmzettel aufgeführten Kandidaten stimmen («write in»). Warum aber ein dritter Kandidat?

Der Demokrat Barack Obama sei wegen seiner Haltung zur Abtreibung nicht wählbar, heisst es in dem Aufruf. Christen dürften aber auch nicht für Mitt Romney stimmen, so Keller. Der Republikaner sei Mitglied der Mormonen. Dies sei ein «satanischer Kult».

Romneys Religion bleibt offenbar ein Problem für einige Evangelikale, obwohl sich führende evangelikale Publizisten und Prediger für Romney ausgesprochen haben. Die Gesellschaft des prominenten Evangelisten Billy Graham hat jüngst einen Hinweis von seiner Webseite gelöscht, in dem die Gemeinschaft der Mormonen als (sektiererischer) «Kult» bezeichnet wurde.

Die Mormonen berufen sich auf das Buch Mormon, das der Gründer Joseph Smith (1805-1844) von einem Engel erhalten haben will. Mormonen glauben, dass Gott weiterhin zu den Menschen spricht, besonders durch den Präsidenten ihrer Religionsgemeinschaft, der «Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage».

Die provokative Wahlempfehlung auf Youtube:
«Stimme für Jesus»-Kampagne (in englischer Sprache)

Zum Thema:
«Die Mormonen und ihre heilige Unterwäsche» (Artikel in «Die Welt»)
Die Welt des Mitt Romney (Artikel im «Forum»)

Datum: 26.10.2012
Quelle: Epd

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