Unwissende Internetuser verbreiten Pornoseiten

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New York. Die Hacker-Community hat einen neuen Weg gefunden um grenzenlos Sexseiten zu verbreiten ohne dabei einen Hinweis auf die eigene Identität zu hinterlassen. So dringen Hacker einfach in die Computer von Internetusern ein um dann über diese pornographische Websites zu verschicken.

Laut der New York Times sind mehr als 1.000 ahnungslose Personen weltweit bereits von dieser illegalen Aktion betroffen.

Die Hacker greifen zu diesem Zweck offensichtlich auf Computer mit Highspeed-Internetverbindung zurück. Ohne Wissen des Computerbesitzers installieren sie eine Software und beginnen mit dem Versenden bestimmter Webseiten. Dabei handelt es sich vor allem um Werbung für Sexseiten, die die Besucher zu einer Eintragung in eine Kundenliste auffordern. Für unerfahrene Personen bleibt das Programm, das nur kurze Zeit braucht um pornographisches Material herunterzuladen, unsichtbar. So entsteht dadurch auch kein erkennbarer Schaden für den PC oder dessen Programme.

Einige Minuten genügen

Dabei haben die Hacker bereits ein richtiges Netzwerk aufgebaut, in dem jeder Computer jeweils nur wenige Minuten zum Einsatz kommt, bevor das System bereits zum nächsten PC springt. „Hier werden Leute sozusagen in das Pornogeschäft hineingezogen, ohne darüber Bescheid zu wissen“, meint Richard M. Smith, ein Computerexperte, der dieses Problem als erster erkannt hat. Für die Hacker hat dieses System jedoch eindeutige Vorteile: Sie können ihre Identität hinter einem Ring von PCs verbergen und vermeiden dadurch ihr bisher grösstes Problem, nämlich von Internet-Service-Providern aus dem Verkehr gezogen zu werden.

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PC-Userin im Internet: Von Hackern gefährdet.

Es geht um viel Geld

Hintergrund für die Errichtung des PC-Netzwerkes bildet der Versuch auf diesem Weg Geld zu machen. So erhalten jene Leute, die hinter diesem System stehen, einen Geldbetrag, wenn sie möglichst viele Leute dazu bringen sich in die Kundenlisten der Sexseiten einzutragen. Weiter sollen die Kreditkartennummern dieser Personen in Erfahrung gebracht werden, betont die Computersicherheitsfirma Lurhq.

Das momentan aufgebaute Netzwerk ist jedoch nicht gänzlich anonym, da beobachtet wurde, dass die betroffenen Computer die pornographische Werbung von einem einzigen Webserver herunterladen. Ermittlungsbeamten zufolge wird dieser von Everyones Internet, einer in Houston ansässigen Internet-Service-Firma betrieben. Private Internetuser können sich vor derartigen unberechtigten Zugriffen auf ihren Computer durch die Installation von firewalls schützen.

Datum: 19.07.2003
Quelle: pte online

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