Smartphone

Gefragt wären echte Freunde

Zoom
Familie und Freunde sind für junge Österreicher am wichtigsten. Mobiles Internet nutzen sechs von sieben täglich. Eine neue Umfrage fordert christliche Gemeinden heraus.

Für Österreichs Jugend sind Familie und Freunde am wichtigsten (67 und 66 Prozent). Glaubt man der Online-Umfrage der Event-Agentur DoclX, deren Ergebnisse am 10. September vorgestellt wurden, haben Religion und Politik dagegen einen geringen Stellenwert (unter 5 Prozent). Vertrauen in die österreichische Politik haben nur 1,1 Prozent der Befragten. 3000 Personen zwischen 14 und 29 Jahren wurden befragt.

Nur 1,4 Prozent der jungen Österreicher würden Zeitungen vermissen. Den Draht zur Welt – und zu ihren Freunden – haben sie übers Internet: Mobiles Internet nutzen 82,5 Prozent der Jugendlichen täglich. 37 Prozent der Befragten brauchen ihr Smartphone mehr als 30 Minuten am Tag für Social Media. Im Berufsleben wollen sich 53,8 Prozent vor allem selbst verwirklichen. Für 41,2 Prozent kommen allerdings Kinder vor der Karriere.

Facebook-Freundschaft

Der Generalsekretär der Evangelischen Allianz Österreichs, Christoph Grötzinger, wies gegenüber Livenet darauf hin, «dass der Begriff Freundschaft heute durch Facebook anders definiert wird». Christen müssten dieser Definition nicht folgen, dürften aber auch die von Jugendlichen per Smartphone benützten Freundschafts-Netzwerke nicht vernachlässigen oder gar ablehnen. «Bei allen Gefahren, die diese Netzwerke darstellen, müssen wir diese nutzen, um den Kontakt zu Jugendlichen und Junggebliebenen aufrecht zu erhalten.»

Ersatzfamilie anbieten

In der Politikverdrossenheit der jungen Österreicher spiegelt sich für Grötzinger der Mangel an Vertrauen und Authentizität. «Viele scheinen enttäuscht zu sein von dem, was ihnen vorgelebt wird.» Bei der Religion lehnten Jugendliche eigentlich die Verpackung ab, in der Religion präsentiert wird. Es ist laut dem Allianzsekretär die Aufgabe christlicher Kirchen, «ihr Gemeindeleben so zu gestalten, dass Patchwork-Kinder ein Stück Ersatzfamilie und Jugendliche Freunde finden». Dann seien sie sehr wohl an einem persönlichen Zugang zum christlichen Glauben interessiert. Und: Christen sollten Jugendlichen zur Seite stehen, damit der verbreitete Wunsch nach Ehe und Familie seine dauerhafte Erfüllung findet. 

Datum: 13.09.2012
Autor: Peter Schmid
Quelle: Livenet / Kleine Zeitung

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Tipps aus der Praxis
Es ist leichter, ein Ziel zu formulieren, als es zu erreichen. Coach Markus Döbeli gibt ein paar hilfreiche Tipps, wie Sie Ihre guten Vorsätze auch...
Wenn ein Projekt stockt
«Projekte in Kirchen und Nonprofit-Organisationen bleiben ab und zu in der Wildnis des Dschungels stecken.» Der Autor, selbst aktiver Coach, gibt...
Männliche Sexualität (Teil 3)
Nach einem Seitensprung gibt es Wege, wieder zueinanderzufinden Hier einige Tipps, die sich bewährt haben.
Veränderung ist gefragt
«Job – Karriere – Leben»: So lautet die Triade des modernen Menschen. Doch die wenigsten Menschen arbeiten heute ihr ganzes Leben in einem einzigen...

Anzeige

RATGEBER

Tipps aus der Praxis Wie Sie Ihre Ziele erreichen
Es ist leichter, ein Ziel zu formulieren, als es zu erreichen. Coach Markus Döbeli gibt ein paar...

Anzeige

VERANSTALTUNGEN

Voranmeldung bis Mittwoch 5. Juni
6.-9. Juni 2013 in Thun
Dann bist du hier genau richtig – xplore your passion!