Warum...?

Zoom
"Frieden den Menschen": Wenn von der Geburt Jesu etwas aufleuchtet, werden die Menschen und die Gesellschaft verändert.
Vermutlich geht es Ihnen wie mir: Die meisten Fragen, die wir hören oder selber stellen, beginnen mit dem kleinen Wörtchen "warum": Warum hat mein Freund die Arbeitsstelle verloren? Warum tun sich andere mit diesem oder jenem so leicht und ich scheitere damit? Warum habe ich dieses Leiden und andere in meinem Alter erfreuen sich der besten Gesundheit? Warum steht in diesem Chrischona-Magazin wieder etwas, zu dem ich doch im letzten Leserbrief deutlich meine Meinung gesagt habe?

Mir fällt auf, dass die Warum-Frage unter uns meistens etwas Schwieriges, Ungutes, Unbefriedigendes aufgreift. Ich möchte Sie heute im "Schlusspunkt" und angesichts des bald zu Ende gehenden Jahres einladen, die Warum-Frage einmal auf das Gelungene, Gute und Friedensstiftende zu richten: Warum geht es uns trotz grossen Herausforderungen gerade hier in Mitteleuropa so gut? Warum leben wir in Verhältnissen, die so gut sind wie noch nie in der Menschheitsgeschichte (Bildungssystem, Gesundheitssystem, Sozialsystem, politisches System usw.)? Warum brauche ich nicht um mein Leben zu fürchten? Warum lebe ich in so vielen gelungenen Beziehungen? Warum...?

Gerne gebe ich Ihnen einen kleinen Gedankenanstoss. Ich glaube, es sind zwei Dinge, dank denen es uns in der westlichen Welt so gut geht: Es ist zum einen die freimachende Wahrheit des Evangeliums und zum andern die barmherzige Fürsorge Gottes und derer, die mit ihm leben. Wahrheit und Fürsorge ermöglichten die abendländische Welt- und Heilsgeschichte. Wahrheit und Fürsorge sind die tragenden Säulen Europa's. Wahrheit und Fürsorge sind es, die uns für die Zukunft ein tragfähiges Fundament in unseren Dörfern, Städten und Ländern geben können.
Wenn Sie in den kommenden Wochen allein oder mit andern zusammen eine kleine Rückschau auf das vergangene Jahr halten, dann stellen Sie sich doch die Frage, warum so vieles gut, gelungen und hilfreich war! Danach können Sie sich gemeinsam fragen: Wollen wir nicht zusammen Menschen sein, die ihr Leben wesentlich an diesen beiden gesellschaftstragenden Säulen Wahrheit und Fürsorge ausrichten? Wollen wir an unserem Ort nicht Menschen sein, die sich in allen Umständen als Fürsprecher dieser befreienden Wahrheit erweisen, und die sich als Anwälte der einzigartigen Fürsorge Gottes für die Menschen verstehen? Es wird gut sein, und Menschen werden es geniessen, wenn unsere Lebenskultur von dieser Freiheit und dieser Liebe geprägt sein wird. Es kann ein gutes Jahr 2003 werden: für uns und für die Menschen um uns herum.

"Frieden den Menschen" haben die Engel bei der Geburt Jesu gesungen. Von diesem Frieden darf etwas aufleuchten - auch unter uns, auch im kommenden Jahr.

Datum: 20.12.2002
Autor: Markus Müller
Quelle: Chrischona Magazin

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Christine Brudsche ist schwerhörig. Ohne Schulabschluss und Ausbildung, litt sie lange unter der Lebenslüge «Ich bin nichts wert». Eindrücklich...
Das Kernanliegen der Vineyard
Mit einer Pfingstkonferenz will die Vineyard-Bewegung über Pfingsten den geistlichen Aufbruch in Europa fördern. Wer ist die Vineyard, und was bewegt...
Rückblick
Lesen Sie hier die interessantesten Artikel der letzten Woche.
Protestanten und ihre Lieder
Die zur Universität Erfurt gehörende Forschungsbibliothek Gotha hat eine Abschrift des ersten protestantischen Gesangbuchs, des sogenannten «...

Anzeige

RATGEBER

Verbindlichkeit Versprochen ist versprochen, oder?
Jeder Mensch behauptet von sich selbst, er sei verbindlich. Doch beim Nachprüfen bemerkt er, dass...

Anzeige

Werbung

VERANSTALTUNGEN

lebe deine Berufung – mach einen Unterschied in dieser Welt!
17. Juni 2012, 10 Uhr in Bad-Zurzach