Wir stehen in diesen Tagen an der Schwelle zu einem neuen Jahr. An der Schwelle stehen bedeutet, vor einem neuen Raum, einem neuen Haus oder einem neuen Lebensabschnitt zu stehen. Auf der Schwelle selbst kann man nicht leben. Wir müssen weiter, wir können weder zurück in die Zeit, noch können wir die Zeit anhalten. Aber wir wissen nicht, was uns hinter der Schwelle erwartet. Und deshalb zögern wir und werden vielleicht langsam und gar widerstrebend weiter geschoben durch das Leben. Die Schwelle ist vielfach die Angst und das Misstrauen. Wir haben Angst, wir könnten die bevorstehenden Anforderungen nicht schaffen. Wir haben Schwellenangst. Wir bleiben sitzen und verpassen damit eine neue Erfahrung mit Gott.
Gott hat mehr für uns und will uns - wie ein verliebter Bräutigam seine Braut - über die Schwelle tragen. Aber die Braut muss sich dazu dem Bräutigam anvertrauen. Sie muss glauben, dass er die Kraft hat, sie zu tragen, dass er auch nicht stolpert oder hinfällt. Wenn die Liebe zwischen beiden aber stimmt, so empfindet die Braut es als eine Freude und eine Ehre, vom Bräutigam über die Schwelle in den neuen Raum geführt zu werden.
Gott liebt uns und Jesus bezeichnet die Glaubenden ebenfalls als eine Braut, die er liebt und für die er ein Hochzeitsfest parat macht. Er möchte uns in seine Arme schliessen. Die Bibel bezeugt die Fürsorge Gottes bereits tausende Jahre vor Christi Geburt, als Gott zu seinem Volk Israel - das damals in einer langen Wüstenwanderung von Ägypten nach Kanaan unterwegs war - sagte: Unter dir sind ewige Arme. Diese Arme Gottes sind durch Jesus Christus greifbar geworden. Gott wurde Mensch - kam in unsere Welt und kommt in unser Leben. Und an der Schwelle zum neuen Jahr ruft er uns zu: Komm, ich trage dich über die Schwelle in das neue Jahr, vertraue mir. Ich lasse dich nicht fallen, nein, ich will deine Kraft und Stärke sein, ich halte dich mit meinem starken Arm.
Gott hat den neuen Zeitraum wie ein fürsorglicher, liebender Bräutigam gut zubereitet. Er ist der Herr über die Zeit, er weiss, was kommt und er ermutigt uns, im Vertrauen zu ihm die notwendigen Schritte und die klaren Entscheidungen des Glaubens zu fällen. In einem Lied heisst es: "Nimm ein, nimm ein, das gute Land, dass Gott fir gibt." Der Text nimmt Verheissungen aus der Bibel auf, wo Gott zu seinem Volk an der Schwelle zum gelobten Land sagt: "Jeder Ort, auf den eure Fusssohle treten wird, habe ich euch gegeben." Es ist also schon alles bereit. Gott ist uns als der Ewige, der über Raum und Zeit steht, bereits vorangegangen in dem neuen Abschnitt.
Was zögern wir also noch? Wer mit ihm geht, der geht immer auf besiegtem Boden. Hinter ihm her sind wir sicher - der er ist der Sieger, der uns vorausgeht. Wenn Widerstände und Probleme kommen, so müssen sie ja erst an ihm vorbei. Dann ist er ja auch mit meinen neuen Lebensumständen vertraut. Ja, er steht mit mir drin. Also gehe ich getrost und mutig über die Schwelle. Wir werden nicht losgelassen in einem fremden, dunklen Raum. Wir gehen an der Hand des guten Hirten und der hat seine Treue noch niemals eingestellt, sondern hält, was er verspricht.
Mit einer Pfingstkonferenz will die Vineyard-Bewegung über Pfingsten den geistlichen Aufbruch in Europa fördern. Wer ist die Vineyard, und was bewegt...