Vielleicht haben auch Sie schon geseufzt unter Ihrem eigenen Wesen und Charakter oder unter Ihrem Aussehen. Und Sie fragen sich: warum bin ich eigentlich so? Oder Sie fühlen sich beschwert durch Ihre Familie, Ihre Lebensführung und Erziehung und fragen sich: warum musste alles so kommen in meinem Leben? Dann haben Sie nach Ursachen gesucht und Sie sind vielleicht fündig geworden und haben Zusammenhänge entdeckt mit dem Erbgut der Eltern oder Grosseltern.
Vielleicht erkennen Sie Fehlentscheidungen in der Vergangenheit. Sie können diese heute nicht mehr rückgängig machen. Irgendwie müssen Sie mit der unbefriedigenden Situation zurechtkommen. Das fällt Ihnen schwer, ja das überfordert Sie sogar und eine negative Grundstimmung in Ihrem Herzen hält Einzug. Eine Bitterkeit, die alles Schöne im Leben, wie unter einer stinkigen Dunstglocke erstickt.
Der Kampf um eine gute Stimmung
Die Freude nimmt ab, der Pessimismus nimmt zu. Sicher haben Sie auch verschiedentlich versucht Ihre Stimmung zu heben, Unzufriedenheit und Minderwertigkeitsgefühle abzulegen, das Negative zu überwinden durch Positives. Ab und zu ist es Ihnen wohl auch gelungen - für eine gewisse Zeit, aber dann kam das Alte Lied wieder mit neuer Wucht zurück und Sie merkten es überdeutlich: Ich kann einfach nicht aus meiner Haut heraus. Jeder Mensch kennt solche Momente, jeder stösst einmal peinlich an seine eigenen Grenzen und spürt seine Unzulänglichkeit. Was dann? Sollen wir dann resignieren, sollen wir dann gleichgültig werden und alles Negative, alle Verletzungen und alle Belastungen unseres Lebens einfach zu verdrängen suchen? Verdrängen, bis alles irgendwann nur umso stärker wieder hochkommt?
Wer bringt mein Schiff zum schwimmen?
Nein es gibt einen besseren Weg im Umgang mit den zerstörenden Regungen unseres Herzens. Ich möchte unser Leben in diesem Zusammenhang einmal vergleichen mit einem gestrandeten Segelschiff, das am Ufer des Meeres liegt. Es ist gebaut, um auf den weiten Ozeanen zu fahren, um mit der Kraft des Windes durch die Wellen zu schneiden, Ziele anzusteuern, neue Länder zu entdecken. Doch es liegt regungslos auf dem Sand. Alle Bemühungen es flott zu bringen sind vergeblich. Das Schiff ist zu schwer und die eigenen Kräfte reichen nicht aus, es in Bewegung zu bringen. Wir wissen was es sollte, aber wir bringen es nicht in diese Erfahrung hinein. Der Weg ist zu weit, die Aufgabe zu schwer. Doch dann kommt ohne unser Dazutun die Flut. Das Wasser steigt und die ersten Wellen erreichen unser Boot. Bald wird das Schiff vom Meereswasser hochgetragen und man kann hinaussegeln in die Freiheit der Meere. So kann unser Herz erleben, dass einer zu uns kommt und unser Herz, befreit, hebt und verändert. Wir wollen uns selbst oft zu besseren Menschen, zu Christen machen und es gelingt uns nicht. Wir zerren an uns selbst und merken, wie beschwerlich und erfolglos dieses Bemühen ist. Das Evangelium von Jesus Christus zeigt uns einen anderen Weg. Jesus will zu uns kommen. Er möchte ein geöffnetes Herz für die Flut seiner Liebe und wo er Einlass bekommt, da wird unser Herz verändert und unser Leben kommt in einen Erneuerungsprozess von Innen nach Aussen hinein. Die Bibel sagt: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur, das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. Diese Erfahrung können auch Sie machen!