Gottes Lichtangebot

Manchmal kann es einem bedrücken, denn es liegt so viel danieder in unserer Welt. In unserer Gesellschaft gibt es so viel Not, oft so wenig Helfer und so viele Gleichgültige. In unseren Beziehungen ist so vieles wie abgestorben. Menschen, die sich nichts mehr zu sagen haben, gehen auseinander. Alte Eltern bekommen von ihren Kindern nicht einmal an Weihnachten Besuch. In den Kirchen gähnen uns die leeren Bänke an und ein afrikanischer Pfarrer berichtet in seiner Heimat über die europäischen Kirchen: "Die Kirchen sind dunkel, kalt und leer und stehen auf dem Friedhof."

Ja es liegt soviel danieder, besonders auch in unseren Herzen. Wir finden den Weg zur Liebe, zur Versöhnung und Vergebung nicht mehr. Die Fronten sind verhärtet und das Herz ist manchmal so erschreckend teilnahmslos geworden. Es liegt so viel danieder und man könnte sich all die aufgezählten Beispiele wie Grabsteine vorstellen. Stellt euch vor, wir würden über diesen Friedhof gehen und lesen: "Hier ruht die christliche Gesellschaft. Einst war sie geprägt von den Massstäben der Bibel und von der Ehrfurcht vor Gott. Der Hochmut des Menschen und der Glaube an das eigene Ich versetzte ihr den Todesstoss." Nun gehen wir weiter und kommen zu einer weiteren interessanten Grabinschrift: "Hier ruhen unsere harmonische Beziehungen. Die Liebe erlöschte und die Unfähigkeit zur Vergebung gab uns den Todesstoss." Und unter den vielen Grabsteinen dann auch noch diesen: "Hier ruht unsere Kirche. Die Abwendung von der biblischen Wahrheit, der Unglaube und die Ablehnung der Auferstehung Jesu Christi aus den Toten hat ihr das Leben gekostet."
Die Welt leidet unter den vielfachen Tod in weiten Teilen unseres Lebens. Für einen solchen Friedhof ist die einzige Hoffnung Jesus Christus. Er kann Tote zum Leben erwecken. Er ruft über die Dürre der Hoffnungslosigkeit: Stehe auf! Und es geschehen Wunder.

In der Bibel wurde 700 Jahre vor der Geburt Christi geschrieben: "Steh auf, werde Licht! Denn dein Licht ist gekommen, und die Herrlichkeit des Herrn ist über dir aufgegangen. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völkerschaften; aber über dir strahlt der Herr auf, und seine Herrlichkeit erscheint über dir." Das ist in Jesus Christus an Weihnachten passiert. Gottes Leben ist auf die Welt gekommen. Und wer mit dem Leben in Berührung kommt, darf selbst leben - ewig leben. In der Bibel wird das so beschrieben: "In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst." Das war das wahrhaftige Licht, das, in die Welt kommend, jeden Menschen erleuchtet. Jesus ist buchstäblich ein Lebenslicht, das nie erlöscht, wo es angezündet wird.

Selbst der Tod kann dieses Licht nicht löschen. Und auch die Nacht des Bösen, der Hölle und des Todes kann das Lebenslicht von Jesus Christus in seiner Siegeskraft nicht überwinden. Die Nacht ist hell erleuchtet, wenn Jesus kommt! Es geht also nicht nur um irgendwelche Lichter an einem schön geschmückten Weihnachtsbaum. Es geht um viel mehr: Um Gottes wahrhaftiges Licht in den Herzen der Menschen. Wenn wir uns dem Kind im Stalle zuwenden, dann wird es angezündet. Denn dieses Kind ist Gottes Lichtangebot für eine finstere Welt.

Hilfe & Kontakt unter: contact@livenet.ch

Datum: 23.11.2006
Autor: Dick Leuvenink
Quelle: FEG Basel

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