Wir stehen am Übergang zu einem neuen Jahr. Vor uns steht ein neuer Abschnitt und wir wissen nicht, was das neue Jahr uns bringen wird. Es werden zwar Prognosen gewagt, aber das Unbekannte bleibt, und gerade diese Tatsache macht vielen Menschen Angst. Menschen möchten sicher sein und ein festes Fundament besitzen. Deswegen wollen Menschen von Politikern, Wirtschaftsfachleuten und anderen Führungspersönlichkeiten unseres Landes verlässliche Zusagen für die bevorstehende Zeit.
Doch wer wagt es schon vorauszusagen, wie es kommen wird? All zu oft haben sich Menschen schon geirrt. Es geht nach dem Sprichwort: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Kann man dann in solcher Ungewissheit dennoch fröhlich und zuversichtlich leben? Ja, denn die Gewissheit müssen wir nicht bei Menschen und Institutionen suchen, sondern bei dem lebendigen Gott. Er steht über der Zeit und er geht mit in das neue Jahr. Er will nicht nur in unserer Nähe sein und aus der Ferne unseren Werdegang überwachen. Nein, er will in uns wohnen, an allem Anteil haben und unser Leben gemäss seinem Willen führen. Wer von dieser Tatsache überzeugt ist, der kann ruhig sein, auch wenn andere Nachrichten und Beobachtungen beunruhigen möchten.
Sehen Sie, als Mose das Volk Israel vor Tausenden von Jahren aus der Sklaverei in Ägypten befreite, da war das der Aufbruch zu einem neuen unbekannten Leben. Die Menschen waren auf die Zusagen Gottes angewiesen, wie Mose sie ihnen weitergegeben hatte. Sie mussten bereit sein, auf Glauben hin zu handeln und über die Schwelle zu gehen - Grenzen mussten überschritten werden. So verliessen sie damals ihre Heimat, um jahrelang ein Leben als Nomadenvolk in der Wüste zu beginnen, bevor sie das verheissene Land in Besitz nehmen konnten. Die Veränderung brachte auch Anfechtungen für das Volk mit sich.
Als Volk in der Wüste mussten sie ständig aufbrechen und sich neuen Herausforderungen stellen. Manchem wollte das zuviel werden, denn es war ihnen ein Land von Milch und Honig versprochen worden, aber vor ihren Augen war nur Wüste erkennbar. Es schien ein schlechter Tausch mit der früheren Existenz in Ägypten zu sein. In der Wüste gab es kaum eine Lebensgrundlage. Wüste war der Inbegriff von Gefahr, Hunger und Durst, Unfruchtbarkeit und Tod. Wie viel Zweifel an Gottes gute Führung mag hier hochgekommen sein!? Und doch war es sein Weg mit seinem Volk. Mose hatte keine Strategie, kein Kampfplan, keine Marschroute, keine besonderen Vorräte und keinen Zeitplan abgesteckt. Das Einzige, was er hatte, war sein Glaube an die Zusagen Gottes und die Gewissheit der göttlichen Gegenwart auf der Reise. Das reichte!
Die Bibel sagt: Er ging seinen Weg, als sähe er den Unsichtbaren. Und Gott brachte sein Volk durch. Er leitete sie selbst mittels einem sichtbaren Naturwunder in den Wolken. Er leitete und versorgte sein Volk, bis es das Ziel erreichte. An dieser Bereitschaft der Führung Gottes hat sich bis heute nichts geändert. Alle, die dem Herrn vertrauen, werden von ihm sicher geführt. Der sicherste Platz auf Erden ist nach wie vor, im Zentrum des Willens Gottes zu leben. Keiner, der ihm vertraut, lässt er auf der Strecke. Er führt die Seinen weiter, ob über Höhen oder durch Tiefen. Die sichere Zielankunft ist uns verheissen, auch für das neue Jahr.
Mit einer Pfingstkonferenz will die Vineyard-Bewegung über Pfingsten den geistlichen Aufbruch in Europa fördern. Wer ist die Vineyard, und was bewegt...