Nutzloser Gottesdienst (1. Korinther 11,17-22)

Jesus hat Menschen in seine Nachfolge gerufen, die sich in ihrer Verschiedenheit sonst wohl kaum zusammengetan hätten; ihm sind sie gefolgt und so sind sie auf einem gemeinsamen Weg. Da geht es zuerst um die Gemeinschaft mit ihrem Herrn; menschliche Unterschiede sind zweitrangig. – Doch in Korinth hatte man diese Sicht verloren. Die Zugehörigkeit zu bestimmten sozialen Schichten war wichtiger geworden als die Verbindung zu Christus. Dieser Missstand wurde besonders peinlich an einer Stelle sichtbar, an der die Einheit am deutlichsten zum Ausdruck kommen sollte: bei der Feier des Abendmahles. Gerade hier aber sollten doch Christen so mit ihrem Herrn eins werden, dass ihnen auch die Einheit untereinander ganz selbstverständlich wird. – Was müsste Paulus heute wohl der Gemeinde sagen, zu der ich mich halte?

„Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.“ Römer 15,7

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