Der Prophet (9)

Elia und der Feuerwagen

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Fluss Jordan
Elia ist Jahre seines Lebens einsam gewesen; nun will Gott ihn zu sich nehmen. Sein designierter Nachfolger Elischa setzt alles daran, diesen Moment nicht zu verpassen.

Sein Umgang mit Jahwe, dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, dem Herr und Beschützer der Israeliten, hat Elia aus dem Volk herausgehoben. Wegen der Drohungen der Königin floh er für Jahre ins Ausland. Die Männer, die sich an einigen Orten versammeln, um Jahwe reden zu hören, verehren den Kämpfer im Fellmantel als ihren Meister. Doch was, wenn Gott ihn heute wegnimmt? Wird seine Kraft sich in Elischa ebenso wirksam erweisen?

Auf den Fersen

Elischa lässt sich nicht abschütteln. Heute will er bei Elia bleiben und keinen Moment von ihm lassen - obwohl dieser allein seines Wegs gehen will, von Gilgal nach Bet-El nach Jericho und weiter an den Jordan. Elischa bleibt ihm auf den Fersen und widerspricht ihm, als er behauptet, Jahwe habe ihn allein dahin gesandt.

Es ist verständlich: Diese letzte Wegstrecke, bevor Jahwe ihn zu sich nimmt, will Elia ganz gesammelt gehen. Doch um in seine Fussstapfen zu treten, braucht Elischa Unterweisung. Er hat noch so viele Fragen.

Durch den Jordan

Die beiden kommen zum Jordan hinunter. Elia rollt seinen Mantel zusammen und schlägt damit das Wasser des Flusses. Es teilt sich nach beiden Seiten. Auf trockenem Grund gehen die Männer hindurch.

Das Doppelte!

Elischa hat richtig empfunden: Elia hat unmittelbar vor seiner Entrückung noch etwas für ihn. Er sagt: «Erbitte, was ich für dich tun soll, bevor ich von dir hinweggenommen werde.» Elischa antwortet: «Ein doppelter Anteil von deinem Geist - möge er mir zufallen.» Elia blickt ihm ins Gesicht - will er das wirklich, mit aller Verantwortung, Einsamkeit und Gefahr? Er spricht: «Schweres hast du erbeten! Wenn du siehst, wie ich von dir hinweggenommen werde, möge es dir so zuteil werden - aber nur dann!»

Vom Feuerwagen getrennt

Da - ein Wagen aus Feuer und Pferde aus Feuer! Er drängt sich zwischen die beiden; Elischa muss zur Seite weichen. Elia steht auf dem Wagen - und der hebt im Sturmwind ab! Er ist noch zu sehen - und Elischa schreit: «Mein Vater, mein Vater! Der Wagen Israels und seine Reiter!» Der Wagen ist entschwunden, Elia - bei Gott...

Dieselbe Kraft

Elischa kann im Schock nicht an sich halten. Vom Geschehen überwältigt, im Schmerz über die Trennung, reisst er sein Gewand entzwei. Dann sieht er den Mantel da liegen. Für seine Fahrt in den Himmel hat ihn Elia nicht mehr gebraucht. Er nimmt ihn, geht zurück zum Jordan - und mit einem Schlag, wie zuvor von der Hand des Elia, teilt sich der Fluss. Elischa kann in der Kraft des Elia weitergehen und für Jahwes Sache kämpfen. Viel ist zu tun.

Der Bericht von Elias Entrückung findet sich in der Bibel, im 2. Buch der Könige, Kapitel 2.

Lesen sie die ganze Elia-Serie:
Elia im Total Frust
Elia und die Baal-Konjunktur
Elia und die Himmelsdiät
Elia und der Stabchef
Elia und das Feuer vom Himmel
Elia begegnet Gott
Elia und der Rebberg
Elia und der kranke König

Quelle: Jesus.ch

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