Kommentar

Hoffnung am Tag der Kranken

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Als Joel ins Stadtkrankenhaus gebracht wurde, schlugen die Ärzte Alarm. Mit Blaulicht fuhr ihn die Ambulanz in die Spezialklinik. Dort wurde das von Staphylokokken befallene Bein des Teenagers intensiv behandelt; es geht ihm besser.

Die moderne Medizin bewahrt Leben und rettet uns vor frühzeitigem Tod. Die Dankbarkeit über ihre diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten wird zunehmend überschattet von unzumutbaren Kosten der Hochleistungsmedizin.

Dabei kann eine Dimension des Krankseins aus dem Blick geraten, die es gerade in der Leistungsgesellschaft zu bewahren gilt. Der Kranke ist in seiner Krankheit Geschöpf Gottes, auf seine Gnade und Barmherzigkeit angewiesen, wie jene, die sich der Gesundheit erfreuen.

So sehr wir uns um Kranke und Schwache kümmern - die Zuwendung, die wir Leidenden zuteil werden lassen, ist ein schwacher Schimmer verglichen mit der Barmherzigkeit Gottes, der uns in Schwäche und Krankheit nicht fallen lässt. «Meine Hilfe kommt von Gott, der Himmel und Erde gemacht hat» (Die Bibel, Psalm 121).

Jesus ist der Freund der Kranken, Begleiter im Leiden und Garant für sein Ende: Seine Auferstehung tut uns die Tür auf in ein Leben jenseits des Todes, ein Leben ohne Tränen und Schmerzen. Das - und nur das - ist Erlösung.

Datum: 06.03.2010

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