Ans Ziel kommen auch in der unsichtbaren geistigen Welt: dafür gibt es keine simple Strategie. Jesus fordert zur Entscheidung heraus.
Manche Menschen, die unter uns leben, sehen sich mit unsichtbaren Mächten konfrontiert, für die wir in unserer Kultur kein Gespür mehr haben. Geister lassen sich nicht sehen, aber wer sie zu sich einlädt und ihnen Raum gibt, bekommt sie zu spüren. Schwarze wie weisse Magie ziehen nicht selten schwere seelische Belastungen nach sich.
Der Stumme redet!
Jesus scheut die Auseinandersetzung mit bösen Geistern nicht. Ein Dämon hat einen Mann zum Verstummen gebracht. In dem Moment, da Jesus den Dämon austreibt, beginnt der Stumme wieder zu reden.
Hat Jesus etwa einen Draht zu bösen Geistern? «Durch Beelzebul, den Fürsten der Dämonen, treibt er die Dämonen aus», behaupten einige. Dem widerspricht Jesus scharf. Er steht den finsteren Mächten in keiner Weise nahe sondern weist sie mit der Autorität Gottes weg. «Wenn ich durch den Finger Gottes die Dämonen austreibe, dann ist das Reich Gottes zu euch gelangt» (Die Bibel, Lukas, Kapitel 11, Vers 20).
Keine Mitteposition
Damit deutet Jesus an: In der unsichtbaren Welt der Geister gibt es zwei Lager. Zwischen ihnen gibt es keine Mitteposition. Dies hat auch Folgen für alle, die mit Jesus leben wollen. Er sagt es in zwei parallelen Sätzen: «Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut» (Lukas 11,23).
Es gilt ein Entweder-Oder: Wer von Jesus gesegnet werden will, muss mit ihm unterwegs sein. Sonst steht er, bewusst oder unbewusst, dem Wachsen von Gottes Reich im Weg. Wer mit ihm unterwegs sein will hat sich für ihn zu entscheiden. Unentschieden gibt es nicht.
Christen sollten die eigenen Prioritäten im Umgang mit dem Sonntag überprüfen. Dies meint Pfarrer Alfred Aeppli, Präsident des Landeskirchen-Forums....