Eine neue Beziehung verändert das Leben

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Bekehrung hat mit Beziehung zu tun - und sie verändert das Leben!
In einem ersten Teil zum Thema Bekehrung unter dem Titel "Ein neues Leben in der Umkehr - aber wie?" sind wir darauf eingegangen, was die verschieden Kirchen lehren. Jetzt versuchen wir darzustellen, was in der Bibel zum Thema geschrieben steht.

Was bedeutet das Wort "Bekehrung"? Die korrekte Übersetzung aus dem griechischen Urtext würde lauten: "Um - Denkung". Deutsch umschreiben wir das am besten mit "Veränderung des Denkens" - Umkehr. Bekehrung steht auch dem Wort "Busse" nahe: Die Forderungen "tut Busse" (wörtlich "stellt euern Sinn um") und "bekehrt euch" (wörtlich "wendet euch herum") stehen in einem Zusammenhang. Bekehrung kann also als Umkehr, Sinnesänderung oder Sinneswandel beschrieben werden.

Bekehrung passt nicht zum Zeitgeist

Bekehrung passt scheinbar nicht mehr in unsere Zeit. Es gibt doch keine einzige Wahrheit mehr, wird überall angenommen. Also kann man sich auch nicht zu einer Sache oder einer Person bekehren. Es gibt hunderte und tausende von Wahrheiten. Man glaubt an seine eigene, zusammengeschusterte Wahrheit. Alles ist im Fluss. Alles entwickelt sich. Deshalb ist jeder zum vornherein suspekt, der einem erzählen will, es gäbe nur eine Wahrheit. Man möchte sich doch nicht einengen lassen.

Vorher - Nachher

Vorher lebt man mit der Einstellung, ich will mein Leben selber bestimmen. Nach einer Bekehrung wird einem klar: Gott ist mein Gott! Und weil er ein guter Gott ist, wird mein Leben unter seiner Führung eine gute Entwicklung nehmen. Und darum frage ich ihn um Rat für alle wichtigen Entscheidungen in meinem Leben.

Die Bekehrung wird in der Bibel als eine einmalige, radikale Umkehr des Menschen zu Gott, verstanden. Das Hauptwort "Bekehrung" kommt ein einziges Mahl in der Bibel vor - in der Apostelgeschichte, Kapitel 15, Vers 3. Paulus und Barnabas erzählen dort von der Bekehrung der Heiden.

Das Zeitwort "bekehren" finden hingegen wir häufig in der Bibel. Schon Jeremia im Alten Testament begreift, dass dieser Akt der Umkehr für uns Menschen schwer ist und bittet deshalb: "Bekehre mich du, so werde ich bekehrt!" Der Aufruf, sich zu bekehren, kommt gerade in der Apostelgeschichte öfters vor.

Ein Tabu-Thema?

Warum dieses Wort bei manchen Theologen so stiefmütterlich behandelt wird, ist mir nicht ganz klar. Die Betonung, dass sowohl Bekehrung als auch Busse nie menschliche Leistungen, sondern Gottes Tat sind, kann ja nicht darüber hinwegtäuschen, dass Gott die Umkehr vom Menschen fordert und gleichzeitig dem Menschen - der willig dazu ist - auch hilft, diesen Schritt zu tun.

Bekehrung unterliegt also dem gleichen Gesetz wie Glaube: Ich soll glauben, aber Gott hilft mir zum Glauben! Ich soll mich bekehren, aber Gott ist es, der mich zu sich bekehrt. Hilfreich ist dabei ein Gebet, so wie Jeremia das gemacht hat: "Bekehre mich du, so werde ich bekehrt!"

Nach der Bekehrung folgt die Beziehung

Das ist der entscheidende Punkt: Wer sich Christ nennen will, der muss eine Bindung mit Jesus eingehen. Neben der irdischen Geburt, des Einstiegs in diese Welt, muss es also zu einer geistlichen Geburt, zum Einstieg in Gottes Welt kommen. Und das geschieht durch Glauben. Auf den Glauben kommt es an. Ein Christ ist ein Glaubender, einer, der Gott Vertrauen schenkt. Denn wenn kein Glauben vorhanden ist, dann kann alles andere stimmen, aber wir sind trotzdem nicht wirklich Christen, denn nur durch den Glauben kommen wir in eine persönliche Beziehung zu Gott.

Neue Beziehungen verändern unser Leben zentral und wir wissen, wie wichtig nun die Beziehung zum Chef, aber noch viel mehr zum Lebenspartner ist. Die Beziehung zu Gott ist mit diesen Beziehungen zwar vergleichbar, aber sie geht viel tiefer, Gott ist uns viel näher. Gott wünscht sich, dass wir die Beziehung zu ihm freiwillig und mit erster Priorität pflegen. Das verändert das Leben.

Der erste Teil: Ein neues Leben in der Umkehr - aber wie?


Quelle: Jesus.ch

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