Jesus und das EL-Seminar

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Worte sind mehr als „Schall und Rauch", wenn sie von Gott kommen. Hören wir sie so, dass sie in unserem Herzen Raum finden, ist ihre Wirkung nicht abzusehen.

SMS, Mails, Twitter, Pendlerzeitungen, Bestseller: Wir lesen viel und flüchtig, wir hören, was um uns abgeht - und es läuft ein in den Fluss des Vergessens. Wie schaffen wir es, zu bewahren, was Leben gibt und Leben stärkt?

Gültig ohne Ablaufzeit

Aus der Bibel, von der ersten bis zur letzten Seite, spricht eine doppelte Erfahrung: Gottes Reden geht allem voraus. Und wenn er spricht, fruchtet es und hat Bestand. Seinem Wort ist zu trauen, wenn sonst in der menschlichen Wahrnehmung, wie der antike Philosoph Heraklit formulierte, „alles fliesst". Gott ist kein Mensch, dass er lügt, dass seine Worte sich als haltlos, als Täuschung erweisen würden (4. Mose 23,19; 5. Mose 32,4). Denn die Wirklichkeit - alles um uns herum und wir selbst - gründet auf seinem Reden. „Er ist es, der sprach, und es geschah, der gebot, und es stand da" (Psalm 33,9).

Kein grösseres Glück...

Jesus von Nazareth betont das Gewicht der Worte. Wer mit ihm zu tun haben will, kommt nicht an ihnen vorbei. Jesus geht in ihnen auf; sie sind die Hauptsache. Eine Frau in der Menge der Zuhörerinnen ist so fasziniert von ihm, dass sie sich seine Mutter vorstellt. Welche Auszeichnung, Jesus zur Welt gebracht und genährt zu haben! „Selig der Schoss, der dich getragen hat, und die Brüste, an denen du gesogen hast!" (Lukas 11,27).

...als durch die Worte

Jesus ist seiner Mutter Maria von Herzen verbunden - aber er geht entschieden den Weg, den sein Vater im Himmel ihm zeigt: die Ankündigung von Gottes Herrschaft. Der Zwischenruf der Frau (der uns heute eigenartig schwärmerisch berührt) macht ihn nicht verlegen. Ruhig und bestimmt setzt er dagegen: „Selig vielmehr, die das Wort Gottes hören und bewahren" (Lukas 11,28).

Wir können die vier Evangelien der Bibel als EL-Seminar lesen: Jesus offeriert uns eine Schulung über Ewiges Leben. Da ist Grundlegendes aufzunehmen, zu begreifen, zu glauben und gleich anzuwenden. „Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben", sagt er einmal seinen Freunden (Johannes 6,63).

Zeiten des Hörens auf Gott

Hören - und bewahren! Mit dem Hören ist es nicht getan. Das „Wort Gottes" will ernst genommen werden. Achten wir darauf: Der Alltag mit seinen Ablenkungen droht nicht selten zu ersticken, was beim Hören der Worte von Jesus in uns zu keimen beginnt (dazu erzählt er einmal das Gleichnis vom vierfachen Acker (Lukas 8,4-15).

Christen haben das Jahr 2010 zum „Jahr der Stille" erklärt: Wir brauchen Zeiten des intensiven Hörens auf Jesus Christus. Durch ihn spricht Gott in mein und in Ihr Leben hinein. Hören und bewahren, nichts darüber kommen lassen, sondern dem Raum geben, was Gott uns sagt, und es zur Reife bringen - darum geht es im EL-Seminar, im 1. wie im 21. Jahrhundert. Am Seminar können Sie teilnehmen, indem Sie sich Zeit nehmen, die Bibel zu lesen, am besten mit anderen, die darin Erfahrung haben.

Datum: 08.01.2010
Quelle: Jesus.ch

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