Tatsachen sind nicht alles

Soll ich glauben, was ich nicht sehe?

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Wir orientieren uns an dem, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen. Bleibt bei immer mehr Wissenschaft Platz zum Glauben an das Unsichtbare?

Ob der Ball im Tor war oder nicht ist keine Glaubenssache - Kameras erlauben, seine Bewegung verlangsamt zu betrachten. Im Fussball sind Fakten (auch wenn der Schiedsrichter sie nicht würdigt) leicht herzustellen; der Alltag ist ungleich komplizierter. Vieles geschieht «off the record». Die sichtbare und messbare Welt ist nicht alles.

Strom ist nicht sichtbar, doch wer nicht hören will, wird ihn fühlen - und das Messgerät weist ihn aus. Aber wenn sich eine Realität der Kamera, dem Feststellen und auch dem Messen entzieht, kann ich mich auf sie stützen, soll ich mich daran halten?

Wissenschaftler geben an

Der Siegeszug der Naturwissenschaften schien eine Zeitlang jenen rechtzugeben, die nur glauben wollten, was zu sehen und/oder zu messen war. Doch die Physik hat uns anders gelehrt. Die Naturgesetze legen die Natur nicht fest, sie beschreiben höchstens die üblichen Prozesse.

Leben ist mehr und viel geheimnisvoller, als die neusten Modelle der Neurowissenschaft es haben wollen. Manche Naturwissenschaftler heute sind gläubige Menschen, die hinter der Realität den Willen eines Schöpfers annehmen, hinter den Lebensvorgängen das schöpferische Wort, das ihnen vorausgeht.

Kopfschütteln im globalen Dorf

Die Frage kann umgekehrt werden: Wie komme ich durchs Leben, wenn ich nur für wahr halte, was ich sehe? Der Uneindeutigkeit der flüchtigen Ereignisse lässt sich (vielleicht vorübergehend) ein Sinn abgewinnen - aber dann merke ich, dass ich mein Glück auf Kosten anderer gewonnen habe, dass ich nie genug weiss, dass es zu jedem Standpunkt einen gegensätzlichen gibt, dass ich im Eigeninteresse deute und vergröbere.

Die Globalisierung führt uns vor Augen, dass dasselbe im grossen Massstab geschieht: Wir Europäer leiten das Wasser auf unsere Mühlen, wir sehen und deuten die Welt unentrinnbar anders als Angehörige ferner Kulturen. Im globalen Dorf herrscht Kopfschütteln.

Kurz: Mein Wahrnehmen der Wirklichkeit hat etwas Willkürliches, Selbstgefälliges. Ich halte mich an das, was mir passt, was mir hilft, mich durchzusetzen. Und das kann es nicht sein, weil es mich von anderen Menschen trennt, statt mich mit ihnen zu verbinden.

Lebenskunst gipfelte dann in Eigenbrötlerei. Daher muss der Glaube Glaube an etwas sein, was ich nicht im Griff habe. Sonst kann von Glauben eigentlich nicht gesprochen werden.

Religionen im Angebot

Religionen und Weltanschauungen unterscheiden sich in dem, was man glauben soll, von Grund auf. Das Angebot des Christentums ist: Ich glaube an den Gott, den ich nicht sehen kann, weil Jesus von Nazareth ihn sichtbar macht. Da sind seine einzigartigen Worte, die Wundertaten und vor allem seine Auferstehung von den Toten.

Alles was Jesus sagte und tat, ist durch die Auferstehung beglaubigt - er hat auch Autorität über das Jenseits, die Welt der Toten.

Test wagen

Glaube ich daran, dass Gott mir in Jesus Christus entgegenkommt? Dass ich den ewigen, unfassbar jenseitigen Gott in einem Menschen, den Worten und Taten von Jesus erkennen und ihm vertrauen kann?

Jesus betont, dass er Gott offenbart, dass Gott sich durch seine Worte zeigt - und er lädt dazu ein, diesen Anspruch einem praktischen Test zu unterziehen: «Meine Lehre stammt nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat. Wer seinen Willen tun will, wird erkennen, ob diese Lehre aus Gott ist oder ob ich von mir aus rede» (Die Bibel, Johannes, Kapitel 7, Vers 16 und 17).

So ergibt sich eine Alternative: Glaube ich den Worten dessen, der das Leben und den Tod kennt und ihn überwunden hat - oder begnüge ich mich mit dem, was Menschen mit ihrem beschränkten Horizont sagen und behaupten? Ohne Glauben komme ich nicht durchs Leben. Woran ich glaube, das wird mein Ende bestimmen.

Jesus kennenlernen


Quelle: Jesus.ch

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