Worte des Lebens

Jesus und die Chance

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Ist das Leben eine Folge von Chancen, die zu nutzen sind?
Die Chance gilt es beim Schopf zu packen, denn sie kommt vielleicht nie wieder. Doch bringt sie mich näher ans Ziel? Jesus setzt eine Priorität. 

Vieles spricht dafür, das Leben als eine Folge von Chancen zu sehen, die zu nutzen sind. Wer die Gelegenheiten erkennt und etwas wagt, kommt weiter und macht einen Unterschied. Und vielleicht dient der Erfolg einem ganzen Wirtschaftszweig und der Gesellschaft. Nicolas Hayek hat es vorgemacht; er rettete die Schweizer Uhrenindustrie.

Gottes Projekt...

Jesus hat eine eigene Sicht der Dinge. Unsere wahre Chance, sagt er, ist, dass Gott uns einbezieht in sein Tun, dass er uns zu Mitarbeitenden macht. Gott ist daran, mehr und mehr zu tun - und wir sind da, um ihn zu erwarten. «Es hat eurem Vater gefallen, euch das Reich zu geben», versichert Jesus seinen Freunden (Die Bibel, Lukas, Kapitel 12, Vers 32).

In Erwartung von Gottes Tun, von seinem Reich zu leben: das setzt Christen von anderen Menschen ab, die ihr eigenes Projekt verfolgen, selbst Herr und Meister sind. Anders gesagt: Die Chance besteht nicht darin, dass ich meine Ideen realisieren kann, sondern dass Gott mit seinen Absichten zu mir kommt und mich in ihre Realisierung einbezieht. Gottes Reich hat Priorität.

...erfordert wache Mitarbeiter

Aber dieses Reich, Gottes Herrschaft, ist erst im Kommen. Jesus braucht ein Bild, um die gespannte Bereitschaft zu verdeutlichen, die darauf gerichtet ist: «Eure Hüften sollen gegürtet und eure Lichter angezündet sein! Und ihr sollt Menschen gleich sein, die auf ihren Herrn warten, um ihm, wenn er von der Hochzeit aufbricht und kommt und anklopft, sogleich zu öffnen» (Lukas 12,35.36).

Die Hüften gürten, heisst marschbereit sein. Und wach, um dem Herrn, wann immer er kommt, zur Verfügung zu stehen. Diese Bereitschaft steht für Jesus im Vordergrund. Ihren Wert unterstreicht er mit einem unerhörten Vergleich: «Selig jene Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt! Amen, ich sage euch: Er wird sich gürten, sie zu Tisch bitten und ihnen aufwarten. Auch wenn er in der zweiten oder erst in der dritten Nachtwache kommt und sie so findet, selig sind sie!» (12,37.38).

Aktiv in der Erwartung des Menschensohns

Unbeirrbar und ohne Nachlassen bereit sein - weil sich der angekündigt hat, der alles in seine Hände nimmt, derjenige, der in Namen Gottes herrschen wird, der Menschensohn. Jesus schärft es seinen Freunden ein: «Auch ihr sollt bereit sein, denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht erwartet» (12,40).

Das sichtbare Wiederkommen von Jesus steht noch aus - bald 2000 Jahre nach seiner Himmelfahrt. Doch in der Erwartung, dass Gott uns einbezieht, wenn er jetzt schon durch seinen Geist manches in der Welt verändert, setzen Christen die Prioritäten anders. So fällt es leichter, Ablenkungen zu entgehen und dem Sammeln flüchtiger Dinge abzusagen. Wach und fokussiert auf das, was Gott tun will, bekommen wir die beste Chance im Leben.


Quelle: Jesus.ch

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