Worte des Lebens

Jesus und das kostbarste Geschenk

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Im Schenken zeigt sich, wozu wir fähig sind. Auch wenn Anderes nicht stimmt.

Jesus erstaunt seine Umgebung häufig mit unerwarteten Pointen, die den Horizont öffnen. Welcher Vater, fragt er, wäre so hartherzig, dass er seinem eigenen Kind eine Bitte um Nahrung abschlagen würde? Oder so böse, dass er ihm etwas Ungeniessbares oder Giftiges gibt? Wer wird statt eines Fisches eine Schlange, statt eines Eis einen Skorpion geben? Ihr wisst doch euren Kindern gute Gaben zu geben und tut es auch, sagt Jesus.

Realist

Das ist klar, mag man denken. Aber bei Jesus liegt viel mehr drin. Die Feststellung zeigt zum einen den Realismus des Predigers aus Nazareth. Die Güte gegenüber den eigenen Kindern kann nämlich nicht über die Schattenseiten des Menschen hinwegtäuschen. Bei anderer Gelegenheit sagt Jesus, dass aus dem Innersten, aus dem Herzen böse Gedanken kommen, Mord und viel Zerstörerisches (Die Bibel, Matthäus, Kapitel 15, Vers 19). Das klingt hier an: Ihr seid böse, bemerkt er ebenso knapp wie unverblümt - doch ihr könnt Gutes geben.

Fürsprecher

Güte und Grosszügigkeit gegenüber Schwachen und Kindern: Jesus ist ein Fürsprecher derer, die einfach bitten, weil sie auf Hilfe angewiesen sind. Einmal warnt er mit kaum zu überbietbarer Schärfe davor, Kinder und andere Hilfsbedürftige zu Fall zu bringen (Matthäus 18,6). Hier hält er etwas Ur-Menschliches fest: Wer sein Leben an Kinder weitergegeben hat, wird ihnen Gutes tun und ihnen geben, worum sie bitten - wird sich im Grunde selbst verschenken wollen. (Vom masslosen Wünschen und Verwöhnen, das in unserer Konsumgesellschaft gerade im Advent durchschlägt, ist Jesus Lichtjahre entfernt.)

Wie viel mehr...

Jesus geht es überdies darum, auf das Herz Gottes hinzuweisen. Wenn ein Vater, der Schiefes und Arges in sich hat, Gutes geben kann - wie viel mehr der Vater im Himmel! Jesus zieht die Folgerung: «Wenn ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird der Vater den heiligen Geist vom Himmel herab denen geben, die ihn bitten» (Lukas 11,13).

Das eigentliche, das kostbarste Geschenk ist der Heilige Geist. Kein irdischer Vater kann darüber verfügen und ihn geben; er ist vom Himmel. Gott in seiner Güte will ihn geben - denen, die ihn darum bitten. Das können wir tun, jeden Tag.

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Quelle: Jesus.ch

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