Das verlorene Herz wiederfinden: Das Camp in Vaumarcus mit Blick auf den Neuenburgersee.
Wie können wir unseren Platz im Leben erkennen und aus unserer wahren Identität heraus leben? Wie können wir unser verlorenes Herz und unsere Träume wiederfinden? Mit diesen Fragen beschäftigten sich 160 Männer am ersten «Free at Heart»-Männercamp in Vaumarcus am Neuenburgersee.
Schriftsteller Chesterton sagte: «Alle Männer leiden unter dem selben Dilemma: Sie haben vergessen, wer sie sind.» Oft stehen sie in einem Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach einem risikofreien Leben und nach einer wichtigen Rolle in Gottes Reich. Peter Wernli, Hansjakob Bernath, Gerd und Adrian Nagel und Ruedi Germann gewährten als Mitglieder des «Free at Heart»-Leitungsteams den Teilnehmenden Einblick in ihr Unterwegssein als Männer, in ihre Kämpfe, Siege und ihr Versagen. Ausschnitte von Filmen wie «Die Legende von Bagger Vance», «Der Soldat James Ryan» und «Der Herr der Ringe» untermalten die Botschaften visuell. Das Camp vom 14. bis 17. Mai wurde in Zusammenarbeit mit Ransomed Heart Ministries von John Eldredge, dem Autor des Bestsellers «Der ungezähmte Mann», durchgeführt.
Wahre Stärke
Der amerikanische Gastredner Craig McConnell, Mitarbeiter des amerikanischen Ransomed Heart-Teams, sprach über das «Feigenblatt», hinter dem sich Adam und seither jeder Mann verstecke aus Angst, blossgestellt zu werden: seine zur Schau gestellte Identität, den «Selbstdarsteller». Gott möchte uns dieses Feigenblatt wegnehmen und uns zur Erkenntnis unseres wahren Selbst - der Identität, die wir in ihm haben - führen. Er will uns echte Stärke geben, damit wir den Kampf, in den er uns gestellt hat, siegreich kämpfen können. Als Männer sollten wir echt sein und Gottes Abbild widerspiegeln. Die persönliche Auseinandersetzung mit den eigenen Feigenblättern in der Stille vor Gott hinterliess bei vielen Männern prägende Eindrücke.
Träume wiederfinden
«Unsere grösste Angst als Männer ist Bedeutungslosigkeit», meinte Hansjakob Bernath. «Viele Männer haben ihre Sehnsüchte begraben. Doch ohne Träume und Sehnsüchte sind wir verloren.» Es sei wichtig, sich zuerst einmal zu orientieren. «Welche Sehnsüchte hat Jesus in dein Herz gelegt? Frage Gott nach deinen Träumen!» Bernath betonte, wir müssten aktiv werden und uns auf den Weg machen. Unsere Reise sei kein Alleingang, wir sollten andere daran teilhaben lassen.
Nachmittags gab es die Gelegenheit zu verschiedenen Aktivitäten wie wandern, biken, schwimmen im nahen Neuenburgersee, Fussball oder Volleyball spielen. Bei einem Kaffee oder Glacé oder bei einem Bier am abendlichen Campfeuer ergaben sich anregende und persönliche Gespräche.
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