Nun war es auch in Paris soweit: 1500 Christen trafen sich zum ersten offiziellen Christustag in Frankreich. Zuvor hatten die Initianten den vergangenen Schweizer Christustag vom Juni 2010 in Bern besucht.
«Fahnenübergabe»: Bruno Berthon (links), Koordinator des Christustages in Paris, mit dem Flaggen-Initianten Hanspeter Nüesch.
Stade de la Porte de la Muette: Im Westen der französischen Hauptstadt feierten Christen aus den verschiedensten Kirchen und Bewegungen kürzlich Jesus Christus als Herrn und Erlöser. Als evangelischer Christ hätte man kaum vermutet, dass viele beteiligte Personen ihre Heimat in der katholischen Kirche und insbesondere in der katholischen Erneuerungsbewegung haben. Es ging allein darum, den gemeinsamen Herrn zu ehren und die Veränderung im eigenen Leben zu bezeugen.
Vision erfüllt sich
Mit dem sechsten Christustag 2004 in Basel war ein neues Element augenfällig geworden: die Repräsentation der Städte und Regionen durch Fahnen. Ziel war es, dass an jedem dieser Orte Gebet und Fürbitte einen hohen Stellenwert bekommen sollten. In Finnland wurde 2008 und 2010 ein Christustag «mit wehenden Fahnen» durchgeführt.
Hanspeter Nüesch von Campus für Christus, Initiant dieser Vision, wurde in Paris gebeten, die Idee eines flächendeckenden Gebets mit Fahnenträgern aus allen politischen Gemeinden zu vermitteln. Er stellte seine Botschaft unter die Verheissung Gottes in 2. Chronik 7,14: «Wenn mein Volk sich demütigt und umkehrt, dann will ich ihr Land heilen.»
Ein Tag für alle Denominationen
Bereits sind weitere Festtage geplant: Am 28. Juli steht Tallinn, die Hauptstadt Estlands, im Zentrum der Aufmerksamkeit des ganzen Landes. Die Stadtbehörden und sämtliche Kirchen und Gemeinden stehen hinter dem geistlichen und kulturellen Grossanlass «Heartbeat Tallinn». Im Sommer 2013 ist ein entsprechender Anlass in Island vorgesehen.
«Jésus au Coeur» hiess das treffende Motto des Christustages in Paris. Laurent Schlumberger, Präsident der reformierten Kirche Frankreichs, erinnerte daran, dass Christen eine grosse Familie sind. Darum sollten wir einander von Herzen annehmen und gemeinsam für das Evangelium einstehen. «Wir wollen uns gegenseitig ermutigen und einander sagen: 'Es ist gut, dass du da bist – ob du zu dieser oder jener Tradition gehörst. Es ist gut, dass du da bist!'»
Bereits die frühen Christen waren nach neuen Forschungsergebnissen Netzwerker und nutzten ein modern anmutendes Kommunikations- und Briefsystem. Dies...