Vergebung – 6 Tipps

Buddeln verboten!

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Ob durch Worte oder Taten: Menschen verletzen einander fast täglich. Dabei entstehen Wunden – seelische und körperliche. Wer nicht vergeben kann, der schadet sich immer auch selbst. Wie schaffen wir es, dem anderen die Hand zu reichen?

Wunden ruhen lassen

Ein verletzter Mensch gleicht einem Hund, der nach einem Kampf in der Ecke liegt und seine Wunden leckt. Je mehr er leckt und die Verletzungen feucht hält, desto länger dauert es, bis sie heilen. 
Zorn, Hass und Rachegefühle sind absolut menschlich. Aber nach einer Weile sollten wir versuchen, Distanz zu gewinnen und die Wunden ruhen lassen.

Papier und Bleistift

Um uns unserer wahren Gefühle und Gedanken im Konflikt bewusst zu werden, kann es helfen, das Erlebte aufzuschreiben. Im Schreiben schürfen wir tiefer, und Unterbewusstes kann an die Oberfläche gelangen. Oft erkennen wir dann auch, wo wir uns möglicherweise selbst nicht richtig verhalten haben.

Sicht von aussen

Eine weitere Hilfe in der Verarbeitung ist das offene Gespräch mit Menschen, die uns schon lange und gut kennen. Diese Sicht von aussen deckt vielleicht auch Aspekte auf, die wir nicht sehen oder wahrhaben wollten. Manchmal kommt man aber auch um therapeutische Hilfe nicht herum.

Der Gesundheit zuliebe

«Wo der Mund schweigt, da schreien die Organe», schreibt der Psychoanalytiker C. G. Jung. Kränkungen können krank machen. Und auch Unversöhnlichkeit ist für unseren Körper auf Dauer unerträglich. Die Bitterkeit vergiftet und zerfrisst uns. Und plötzlich treten Leiden auf, die wir bisher nicht kannten. Seien wir uns also bewusst, dass ein vergebender Lebensstil auch unsere Gesundheit beeinflusst.

Ja, ich will – vergeben

Es ist bequemer, in der Opferrolle (liegen-)zubleiben, als sich aufzurappeln. Doch der Rollenwechsel lohnt sich. Werden Sie vom Opfer zum «Täter», indem Sie mit der betroffenen Person das Gespräch suchen. 
Keine Frage, dieser konkrete Schritt auf den Nächsten zu kostet viel Mut, Kraft und manchmal auch Zeit. Er geschieht nicht aus Gefühlsduselei, sondern ist ein bewusster Entscheid, ein Willensakt.

Vergeben und – vergessen!

Versöhnung ist etwas vom Schönsten, das ein Mensch erleben kann. Man fühlt sich frei und leicht, spürt einen Hauch von Himmel auf Erden. Zentral ist jedoch, dass wir dem Anderen ganz und gar vergeben, dass wir das Vergangene beerdigen und nicht mehr danach graben. In der Bibel schreibt der Prophet Micha in Kapitel 7, Vers 19, dass auch Gott uns vergibt, und alles, das uns von ihm trennt, ins tiefste Meer versenkt.

Bestes Vorbild

Gottes Sohn, Jesus, wurde quasi zum Vergeben geboren. Sein Umgang mit den Menschen ist das beste Beispiel für einen vergebenden Lebensstil. Ihren Höhepunkt fand diese Haltung, als er sich ans Kreuz nageln liess. Jesus opferte sich, um die zerstörte Beziehung zwischen Gott und den Menschen wiederherzustellen. Und inmitten dieser unvorstellbaren Qualen, bat er Gott auch noch, den römischen Folterherren zu vergeben. Lassen wir uns von Jesus zum Vergeben ermutigen!


Autor: Manuela Herzog
Quelle: Jesus.ch

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