„Gott trägt mich“: Der heimliche Fight

Lukas hat bei einem Einsatz in der Mongolei mehrere Wunder erlebt. Seit Jahren ist er zurück in der Schweiz – erlebt er da auch Wunder? Ja und Nein.

Zoom
Zuerst eine harte Nuss: Sämi
Lukas staunt darüber, wie ehemalige Schulkollegen die Kurve zum Glauben kriegen. Sämi war „eine harte Nuss“ in der Jungschargruppe, die Lukas leitete. „Und plötzlich taucht er wieder auf, und sein Leben nimmt eine ganz unerwartete Wende.“

Von einem anderen Kollegen wusste Lukas, dass er kiffte und herumhing, ohne Motivation, etwas anzupacken. „Plötzlich war er da und fragte Abend für Abend, wie das sei mit Gott. Er kam zweimal die Woche zu mir und stellte Fragen – manchmal war er so bekifft, dass er nachher nichts mehr davon wusste. Auch seinen Entschluss zum Leben für Gott fasste er, als er gekifft hatte – „doch Gott nahm ihn ernst. Und heute kommt er ohne Gras aus und ist selbst Feuer und Flamme für Jesus und geht vorwärts. Sein Leben sieht völlig anders aus, ist voller Energie – das genaue Gegenteil.“ Für Lukas ist klar: Auch da ist Gott am Werk, nicht nur in sensationellen Ereignissen.

Zoom
Unauffällig ist vieles, was Lukas an sich selbst erlebt. „Ich merke, Gott hat mich in schwierigen Situationen, wo ich am Kämpfen war, durchgetragen. Von heute auf morgen ist nicht einfach immer alles super und gut; ich kämpfte und kämpfe noch mit Dingen, die mich das Leben kosten könnten, wenn ich nachgäbe.“

Sünde bringt den Tod, weiss Lukas. „Ich habe selbst gespürt, dass ich, wenn ich an jenem Punkt weiter nachgebe, irgendwann auf einer lebensgefährlichen Bahn lande. Ich habe damals zu Gott geschrien, um davon wegzukommen.“

Zoom
‚Gott hat mich durchgetragen’: Lukas
Es geschah nicht von einem Tag zum andern. „Ich musste mich an Gott klammern. Dabei habe ich erlebt, dass er Antworten gab – ohne gleich allen Kampf wegzunehmen.“ Lukas sagt, dass so sein Charakter geschliffen und geprägt wurde. „Die Zeit, da ich kämpfen und dranbleiben musste, möchte ich nicht missen. Ich rang mit Gott – es musste etwas passieren – und erlebte, dass er eingriff.“

Vor einer dauerhaften Beziehung zu einer Frau scheute Lukas lange zurück; zweimal hat er die Freundschaft abgebrochen, weil er sich vor der Verbindlichkeit und Nähe, die verletzlich macht, fürchtete. „Heutzutage ist alles auf Gefühle aufgebaut, auf schnelle Lust ausgerichtet. Für eine echte Beziehung braucht es aber viel mehr – eine Entscheidung. Ich wusste nicht, ob ich allen Ansprüchen genügen könnte.“ Im Ringen, das folgte, wusste sich Lukas von Gott getragen – und gestützt von Freunden. „Aus eigener Kraft, ohne die Leute, die Gott mir zur Seite gestellt hat, hätte ich es nie bis hierher geschafft.“

Lukas ist unterwegs. „Dort wo ich einen Schritt tue, merke ich, dass Gott mich trägt. Ich falle nicht irgendwo ins Leere. Gott trägt mich.“

Datum: 27.09.2004

Diese Artikel könnten Sie interessieren

An Gott festhalten
Das ist die Geschichte eines Farmers, der auf Gott setzt. Der Schotte Angus Buchan wandert mit seiner Familie nach Südafrika aus und baute eine Farm...
Geschichte einer kleinwüchsigen Frau
Kathrin sucht ihren Schlüssel. «Irgendwo habe ich ihn doch hingelegt...» Er liegt auf dem Schuhschrank beim Eingang. Kein Problem für mich. Ich sehe...
Anne H.
Als 14-jähriges Mädchen hat sich Anne H. in einen Jungen aus Tschernobyl verliebt. Mit 19 Jahren heiraten sie, aber dann folgt eine Krise der andern...
Israel im Herzen
Zu Fuss von Basel nach Jerusalem: Hanspeter und Annemarie Obrist berichten in Gemeinden von ihrer Aufsehen erregenden Reise. Wie geht es den...

Anzeige

RATGEBER

Runter vom Gas: Können Sie sich noch erholen?
Am Ende eines Arbeitstages oder einer Woche voller Arbeit schnaufen viele erst einmal kräftig durch...

Anzeige

Werbung

VERANSTALTUNGEN

Konzerte in Basel, Wädenswil, Neuchâtel 15.-17.3
Das Seminar für Frauen, die sich nach frischem Wind in den Segeln ihres Lebens sehnen…
xplore passion: praxisnah – lebensverändernd – nachhaltig
Weekend vom 17. bis 19. Februar 2012 in der New International Church