Box-Profi Manny Pacquiao

«Die Stimme Gottes hat mein Leben verändert»

Es war der höchstdotierte Boxkampf der Geschichte. Am Ende ging Manny Pacquiao als Verlierer nach Hause. Doch trotz der Enttäuschung sagt der Philippiner, dass Gott sein Leben in der Hand hat. Wie er zum Glauben kam, erzählt er hier.

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Manny Pacquiao
«Alles, was ich habe, hat Gott mir geschenkt. Gott hat mir diese Stärke gegeben. Früher habe ich auf der Strasse geschlafen und hatte Hunger. Ich hätte nie gedacht, dass Gott mich einmal hier hin führen würde.» So erzählt der mehrfache Box-Weltmeister.

Anfänge auf den Philippinen

Emmanuel «Manny» Pacquiao wächst in armen Verhältnissen auf der Insel Mindao im Süden der Philippinen auf. Früh muss er anfangen zu arbeiten, um seine Mutter finanziell zu unterstützen. Mit zwölf Jahren beginnt er zu boxen und zeigt Talent. Dass er einmal in sieben Gewichtsklassen Weltmeister würde, ahnt damals noch niemand.

Mit seiner Mutter geht Manny in die Kirche. Doch als Jugendlicher entfernt er sich vom Glauben. «Ich ging zwar immer noch am Sonntag in den Gottesdienst, aber von Montag bis Samstag hing ich in Bars rum und trank Alkohol. Ich spielte Glücksspiele und machte mit Frauen rum. Mir war alles egal.»

Erfolgreich und doch auf dem falschen Weg

Pacquiao wird als Box-Champion immer berühmter. Er gewinnt einen Titel nach dem anderen. Doch innerlich geht er den Bach runter und lebt, als gäbe es kein Morgen.

Eines Tages, im Jahr 2011, bekommt er einen Brief. «Meine Mutter schrieb mir, dass meine Schwester nicht mehr zur Schule geht, weil ich aufgehört habe, ihnen Geld zu schicken. Erst da wurde mir bewusst, wie ich drauf war. Das war eine bittere Erkenntnis. Ich weinte und machte mir Vorwürfe, dass ich mein ganzes Geld mit Alkohol und Partys verprasse.»

Ein unglaublicher Traum

In der selben Nacht hat Manny einen besonderen Traum. «Ich kniete in einem wunderschönen Wald, inmitten von Blumen. Dort betete ich. Es fühlte sich an, als würde ich sterben. Dann sah ich ein sehr helles Licht und ich hörte eine Stimme, zehn mal lauter als Donner. Gott sprach zu mir und er sagte: 'Mein Kind, mein Kind, warum bist du weggelaufen?'

Als ich die Stimme Gottes hörte, spürte ich, wie ich weich wurde. Das war der Wendepunkt in meinem Leben. Gott redete mit mir und erklärte mir seinen Willen für mein Leben und dass ich ihm nachfolgen soll.»

Gott ist real

Als der Box-Profi aufwacht, weiss er nicht so genau, wie er den Traum einordnen soll und versucht ihn zu verdrängen. Wochen später schlägt er die Bibel auf. «Das erste, was ich las, war, wie Gott durch einen Traum zu einem Mann sprach. Da erkannte ich erst, dass mein Traum Realität war. Dass Gott wirklich zu mir geredet hat und dass ich für ihn leben muss.»

Manny Pacquiao entscheidet sich bewusst für ein Leben mit Jesus. Heute sagt er dazu: «Ich bin glücklich, dass ich den richtigen Weg, die Rettung und neues Leben gefunden habe. Wenn man Jesus in seinem Herzen als Herrn und Retter annimmt, dann hat man ewiges Leben.»

Tatsächlich zeigt sein Entscheidung auch nach aussen Veränderung. Trainer Freddie Roach erinnert sich: «Er hat sich sehr verändert. Er ist viel disziplinierter geworden. Er hat seine Disco verkauft. Er trinkt nicht mehr. Er jagt keinen Mädchen mehr hinterher. Er und seine Frau kommen nun viel besser miteinander klar. Er ist wirklich umgänglicher geworden.»

«Seinen Namen gross machen und nicht meinen»

Täglich liest Manny in der Bibel: «Man sollte die Worte dieses Buches immer auf den Lippen haben, genau darüber nachdenken und danach handeln. Dann wird es einem gut gehen und man wird glücklich sein.»

Auch wenn Pacquiao den legendären «Jahrhundertkampf» gegen Mayweather verloren hat, ist er überzeugt: «Gott hat mich mit allem gesegnet. Er hat meinem Leben Sinn gegeben. Für mich ist es an der Zeit, seinen Namen gross zu machen und nicht meinen. Das ist die Aufgabe meines Lebens.»

Zum Thema:
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Datum: 05.05.2015
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch / christiantoday.com / godreports.com

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