Hier befindet sich das Grab von Paulus: in der Basilika Sankt Paul vor den Mauern von Rom (Bild: Berthold Werner).
Gestern Montag feierte die katholische Kirche den Namenstag des Apostels Paulus. Einen Tag zuvor hatte der Papst eine archäologische Sensation bekanntgegeben: Das Paulusgrab in Rom soll laut neusten Erkenntnissen tatsächlich die Gebeine des Apostels enthalten.
Viele katholische Pilger hatten sich enttäuscht gezeigt, dass sie den Sarg Paulus in Rom nicht sehen oder berühren konnten, Deshalb entschloss sich die Kirche im Jahr 2000, den Sarkophag freizulegen. Die archäologischen Arbeiten begannen 2002.
Anhand der sogenannten C-14-Methode haben die Forscher die Knochenteile untersucht und sind dabei zum Schluss gekommen, dass sie aus dem ersten oder zweiten Jahrhundert nach Christus stammen. Neben den Gebeinen fanden die Archäologen in dem Sarg, der in der Basilika Sankt Paul vor den Mauern liegt, wertvolle Grabbeigaben. Es handele sich dabei um einige Körner Weihrauch, ein Stück purpurfarbener Leinenstoff mit Goldpailletten und ein blaues Gewebe mit Leinenfasern, so der Papst.
«Einhellige Bestätigung»
«Dies scheint die einhellige und unbestrittene Tradition zu bestätigen, dass es sich um die sterblichen Überreste des Apostels Paulus handelt», erklärte der Papst weiter. Nach der christlichen Überlieferung wurde Paulus während einer Christenverfolgung in Rom geköpft.
In der Bibel sind zahlreiche Briefe des Apostels zu finden, der den ganzen Mittelmeerraum bereiste, über Tod und Auferstehung von Jesus Christus predigte und zahlreiche christliche Gemeinden gründete.
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