Alte Siegel gefunden

Sie zeigen: Flüchtlinge kamen ins damalige Jerusalem

Mehrere Dutzend alte Siegel mit den Namen von Beamten wurden in Jerusalem gefunden. Sie liefern neue Aufschlüsse in die Zeit des judäischen Königreichs vor der Zerstörung durch Babylon. Unter anderem ist zu erkennen, dass Flüchtlinge aus dem südlichen Königreich Israel ins Nordreich einwanderten und gute Positionen in Jerusalem erlangten.

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Altes Siegel mit dem Namen «Achiav ben Menachem»
Ans Tageslicht gebracht wurden die Siegel durch Mitarbeiter der Israelischen Altertumsbehörde (IAA) in der Gegend der antiken Davidstadt bei den Stadtmauern der Altstadt Jerusalems.

Es handelt sich um Tonstücke, die in der Antike als Siegel für Briefe dienten.

Laut Ortal Chalaf und Joe Uziel, welche die Ausgrabung leiten, handelt es sich um Zeitzeugen der Administration der ersten Tempelperiode. Joe Uziel: «Durch diese Funde sehen wir nicht nur, wie entwickelt die Administration in der Stadt damals war, sondern wir erfahren auch mehr über die Bewohner und jene, die damals in der Verwaltung arbeiteten.»

Flüchtlingsnamen

Manche der Siegel trugen biblische Namen. Besonders ins Auge gestochen war den Archäologen unter anderem der Name «Achiav ben Menachem». Menachem war König von Israel, während Achiav nicht in der Bibel genannt wird, aber jenem von Ahab ähnelt, dem bekannten König Israels.

Das Erscheinen des Namens Achiav sei unter anderem besonders interessant, weil er einem Namen aus dem Königreich Israel gleicht und da er nach der Zerstörung dieses Reichs in Juda auftaucht. «Das zeugt davon, dass Flüchtlinge in Jerusalem ankamen und den Weg in wichtige Positionen Jerusalems fanden, als die Stämme Israels ins Exil gingen.»

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Datum: 10.09.2017
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / BCN / Breaking Israel News

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