Evolutionstheorie nicht selbstverständlich

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Viele Biologiestudenten gehören zu den Evolutionsgegnern.
Die Tageszeitung (taz) gibt sich schockiert: Ein „erschreckendes Ergebnis“ offenbare eine aktuelle Umfrage an der Dortmunder Universität: Viele Studienanfänger glauben, dass der Mensch ein direktes Produkt eines überirdischen Schöpfers ist.

Überraschend für Professor Dittmar Graf, so die taz weiter, sei vor allem, dass auch viele Biologiestudenten zu den Evolutionsgegnern gehörten. Laut Graf lehnten fast 10 Prozent aller Biologiestudenten ab, dass Mensch und Schimpanse gemeinsame Vorfahren gehabt hätten.

Angehende Lehrer zweifeln noch mehr an Darwins Evolutionslehre, oder halten sie zumindest für fragwürdig. Zu 108 Aussagen auf einem Fragebogen sollten die Studenten fürs Lehramt in Dortmund ihre Meinung abgeben, darunter solchen, wie dieser: „Es gibt keine Beweise dafür, dass sich der Mensch aus anderen Lebewesen entwickelt hat." Viele Studenten kreuzten an: „Ich stimme überhaupt nicht zu". „Doch es gab auch angehende Lehrer, die sich für das Gegenteil entschieden“, schreibt „Spiegel online“ und man spürt das Unbehagen zwischen den Zeilen förmlich heraus. 12,5 Prozent der Studienanfänger hält es für unklar, ob überhaupt eine Evolution stattgefunden hat. Das heisst, dass jeder achte Student für nicht bewiesen hält, dass die Tiere und Pflanzen durch ungelenkte Änderungen der Gene im Laufe von Jahrmillionen entstanden sind.

Hoffen auf Meinungsänderung

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Dittmar Graf
Studienleiter Prof. Dittmar Graf, der an der Universität Dortmund Biologie und biologische Didaktik lehrt, setzt seine Hoffnung nun ganz auf die Wirkung des evolutionsorientierten Unterrichts: „Ich hoffe, dass sich diese Einstellung besonders bei den Biologie-Studenten während des Studiums noch ändern wird.“

Mehr zum Thema: Angehende Lehrer zweifeln an der Evolutionstheorie

Quelle: taz/Spiegel online/factum

Datum: 03.05.2007

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