Neue Studie

Evolutionstheorie widerlegt

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Die neue Studie zeigt, dass sich die höheren Tiere nicht wie bisher angenommen aus den niederen weiterentwickelt, sondern sich parallel entwickelt haben.
Stammt der Mensch doch nicht vom Affen ab? Wissenschaftler der Stiftung „Tierärztliche Hochschule Hannover“, des „Sackler Institute for Comparative Genomics“ und der „Yale University“ haben in dem Online-Fachmagazin „PLoS Biology“ neue, überraschende Ergebnisse der Evolutionsforschung vorgestellt.

Die Forschungsergebnisse widerlegen die bisherige Auffassung über den Verlauf der Evolution. Bislang nahm man an, dass sich einfache Tiere zu komplexeren weiterentwickelt haben. Dies wird inzwischen ausgeschlossen. Professor Dr. Bernd Schierwater, Leiter des Instituts für Tierökologie und Zellbiologie, erklärt: "Unsere aktuellen Analysen zeigen, dass sich die höheren und niederen Tiere offensichtlich parallel entwickelt haben." Höhere Tiere, zu denen auch der Mensch gehört, sind demnach auf keinen Fall eine evolutionäre Weiterentwicklung aus Schwämmen, Nesseltieren oder Rippenquallen.

Bisherige Theorie – eine evolutionäre Sackgasse

"Diese sehr überraschende Parallelentwicklung von niederen und höheren Tieren widerspricht einem bisherigen Grundprinzip evolutionsbiologischen Denkens; nämlich, dass sich komplexere Formen graduell aus einfacheren Formen ableiten. Hier müssen wir wohl umdenken." So Professor Schierwater. Und Rob DeSalle, Kurator des „Sackler Institute for Comparative Genomics“ fügt hinzu: "Einige Leute werden sehr erstaunt sein, wenn sie von den neuen Ergebnissen erfahren. Wenn wir aber die Anatomie der Organismen in diesem neuen Wissen betrachten, können wir sehen, dass ihre komplexen Systeme auch auf der morphologischen Ebene recht unterschiedlich sind."

Obwohl es bereits früher Hinweise zu einer Parallelentwicklung gab, konnte sich die Theorie nie durchsetzen. Es galt als unschlüssig, dass sich komplexe Systeme, wie das Nervensystem, zweimal nebeneinander entwickelt haben sollen.

Für ihre Studien haben die Wissenschaftler Daten verschiedenster Quellen zusammengefasst, wie zum Beispiel genomische und mitochondriale DNA-Sequenzen, Morphologie-Merkmale, so wie die morphologische Struktur von RNA-Molekülen. Insgesamt zogen sie für ihr Projekt mehr als 9.400 verschiedene Merkmale zu Rate.

Zum Thema:
www.biology.plosjournals.org

Report

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Datum: 06.02.2009
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch

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