Der Weg aus der Pornosucht

Eine Verteilzeitung kann Steine ins Rollen bringen

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«Ich war pornosüchtig», lautete das mutige Bekenntnis von Christian Jungo in der Ausgabe Nr. 43 des Print-Magazins von jesus.ch. Die Geschichte über seinen beschwerlichen Weg aus der Pornosucht führte dazu, dass sich ein Mann bei Jungo meldete und – auch dank Livenet – Unterstützung in seinem Kampf gegen die Sucht fand. Hier erzählt der Mann, der anonym bleiben möchte, sein Zeugnis:

«Jahrelang hatte ich mit Pornografie zu kämpfen. Die perversen Bilder zogen mich immer wieder in den Bann und prägten sich in mir ein. Es war eine Art Abscheu und Faszination, die aber immer ein schlechtes Gewissen hinterliess. Oft versuchte ich davon loszukommen und nahm mir vor, keine Pornografie mehr anzuschauen. Doch meine guten Vorsätze blieben manchmal schon nach kurzer Zeit nichts als nur eine Farce. Mit jedem Absturz begann ich mehr an mir zu zweifeln, ob es mir jemals gelingen würde, wahre Freiheit zu finden. Leider konnte ich mich in meinem Kampf und Versagen niemandem anvertrauen, da ich mich zu sehr schämte. Doch alleine aus dieser Sucht herauszufinden, gelang mir nicht.

«Der Artikel machte mir Mut»

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Cover Verteilzeitung «Jesus.ch-Print 43»
Ich merkte immer stärker, dass ich mich trotz aller Scham jemandem anvertrauen sollte. Im Sommer 2017 las ich in der Jesus.ch-Print über Escape.jetzt, ein Angebot von Livenet, das Menschen beim Ausstieg aus der Pornosucht begleitet. Der Artikel machte mir Mut, mich zu melden. Trotz mulmigem Gefühl packte ich die Chance und nahm die Hilfe in Anspruch. Schon das erste Treffen mit Christian Jungo öffnete mir die Sicht dafür, dass Veränderung möglich ist. Es tat so gut, sich ganz offen aussprechen zu können, ohne irgendetwas verstecken zu müssen. Trotz all meinem Versagen wurde ich nicht abgelehnt, sondern verstanden und ermutigt, Schritte in die Freiheit zu wagen. In dem gemeinsamen Unterwegssein hilft es mir sehr, immer wieder Rechenschaft ablegen zu dürfen/müssen. Neben den nun installierten Filtern auf den Geräten ist diese Rechenschaftsbeziehung eine (positive) Hürde, die mich am Konsum von Pornografie hindert.

«Mein Selbstwertgefühl hat sich verändert»

Noch viel bedeutungsvoller ist aber, dass sich durch die Beratung und Gottes Hilfe mein Denken und meine Sichtweise zu ändern begannen. Ich durfte Vergebung empfangen und die Vaterliebe Gottes neu begreifen und annehmen. Mein Selbstwertgefühl hat sich verbessert. Wenn schlechte Gedanken und Lüste mich packen wollen, gelingt es mir jetzt viel besser, Grenzen zu setzen und Stopp zu sagen. Ich bin sehr dankbar, dass ich diese beratende Begleitung in Anspruch nehmen durfte und immer noch darf. Es tut so gut, nicht mehr von der Sucht gebunden zu sein, sondern Freiheit zu erleben.»

Zur Webseite:
Escape.jetzt

Hier die Godstory von Christian Jungo:


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Zum Thema:
Endlich frei!: Wenn Pornografie zur Sucht wird
Schöngeredete Versklavung: Wie Barbara den Weg aus der Pornosucht fand

Schauspieler Terry Crews: «Pornografie hat mein Leben ruiniert»

Datum: 26.03.2018
Autor: Florian Wüthrich
Quelle: Livenet / Impact

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