Drei Tage voller Power und Hoffnung
Mit viel Wucht und Tiefgang ging die 21. Ausgabe des «Elements of Rock» (EoR) in Uster (ZH) über die Bühne. Mit von der Partie waren rund zehn Bands aus fünf verschiedenen Ländern. Darunter der Freitags-Headliner «Narnia» aus Schweden; die Band feiert gerade ihr 30-jähriges Bestehen. «Wir freuen uns, wieder hier zu sein, den Dienst zu tun und mehr denn je Gottes Liebe durch Jesus Christus weiterzugeben», sagte «Narnia»-Sänger Christian Liljegren zu Livenet.
Aus dem kommenden Album «Ocean Wide» (dt. Weit wie der Ozean) performte die Band einen neuen Song. «In diesem geht es darum, dass Gottes Liebe ‘Ocean Wide’ ist. Sie erreicht jeden, ganz gleich, wer du bist. Denn die Liebe von Jesus für die Menschheit ist für jede Person da. So wie es in der Bibel steht: So wie Jesus uns geliebt hat, sollen wir einander lieben. Das ist sehr wichtig, gerade in der heutigen Zeit, in der so viel Schlechtes geschieht und sehr wenig Empathie vorhanden ist.»
«Wie der Herr mein Herz berührt hat»
Gerade der Song «Ocean Wide» handelt davon, «wie der Herr mein Herz berührt hat. Ich verstehe, dass seine Liebe für uns so enorm gross ist, dass wir es nicht verstehen können. Doch er liebt dich und mich individuell so stark, wir sind alle seine Kreationen. Und Jesus macht unser Leben komplett. Ohne ihn sind wir nicht komplett.»
Das Wichtigste in der 30jährigen Bandgeschichte sei die rote Linie, die sich durch alle Songs hindurchzieht, ist, «dass Jesus der Wegbereiter, der Regierende ist. Das ist unsere Mission, wie wir im Song ‘The Mission’ singen.» Jesus kenne unser Innerstes. «Er ist der König der Könige, der Herr der Herren, wie im Song ‘Long Live The King’. Es ist ein Privileg in verschiedene Länder zu reisen und das Evangelium von Jesus weiterzugeben.»
Daneben singt und predigt Christian Liljegren in Schweden. «Ich singe auch auf Beerdigungen und helfe den Menschen in ihrer Trauer. Das Ziel ist, Menschen zu helfen und zu leiten, mit dem was der Herr mir gegeben hat. Wie heute Abend (Anm.d.Red.: am EoR) Menschen zu Jesus zu führen und zu helfen, zu realisieren, dass er dich und mich liebt. Mit ihm ist man komplett. Es ist nicht einfach, hier auf der Erde zu leben, aber mit Jesus ist es einfacher.»
«Wir hatten ein paar wirklich coole Perlen»
Pro Tag waren 300 Besucher am Festival. «Ich bin mega zufrieden mit dem Elements of Rock», bilanziert Festival-Leiter Mike Hauser gegenüber Livenet. «Wir hatten ein sehr gutes Line-up. Selten lieferte jede Band auf einem musikalisch derart hohen Niveau. Da hatten wir ein paar wirklich coole Perlen darunter.»
Zum Beispiel «Zebulon», eine Doom-Metal-Band aus Norwegen, «sie lieferten eine Top-Show. Oder ‘Metatrone’ aus Italien war technisch sehr stark. Oder was ‘Extol’ bot, bleibt ohne Worte – sicher ein Highlight. Wir freuen uns, dass wir mit dem was wir Budget-technisch an Möglichkeiten haben, mit dem Line-up ein Maximum herausgeholt haben. Auch der Sandkünstler am Samstagmorgen ist gut angekommen, wie er auf der Bühne mit Sand zeichnete, was man auf dem Screen sah.»
Wunder bei der Band «Rainforce»
«Für uns war der Auftritt grossartig», blickt André Müller mit Bühnennamen Andy La Morte von «Rainforce» zurück. «Es war wie ein Heimkommen an den Ort, wo wir 2019 unseren allerersten Live-Auftritt hatten. Ein grosses Geschenk und auch ein Wunder war die Sänger-Thematik. Unser Leadsänger aus Malta kommunizierte frühzeitig, dass er nicht teilnehmen kann. Seit letzten Sommer haben wir durch Marcel Buergi einen fixen Gastsänger. Er hatte aber im Herbst / Winter schwere gesundheitliche Probleme bekommen, so dass er nicht mehr singen konnte.»
So war die Frage, ob er noch Lieder im Hardrock-Stil singen kann. Ein paar Wochen vorher ging es aber wieder. «Er hat genial gesungen. Wir freuen uns zuerst für ihn und auch für uns. Wir sind sehr dankbar und nehmen dies als Wunder an.»
Im Sommer folgen Auftritte für «Rainforce» in Norddeutschland in Hagen sowie ein Benefizkonzert für krebskranke Kinder «Berge rockt» in einem kleinen Dorf namens Berge.
Das EoR besucht Andy La Morte von Beginn an, insgesamt stand er bereits viermal auf der Bühne. Am Festival schätzt er, «all die Leute zu sehen, die einem seit rund 20 Jahren begleiten. Das ist Familie … und alle Jahre wieder eine riesige Freude.»
Martin Schönmann
Mit dabei war auch Martin Schönman, Co-Präsident des Vereins «Unblack». «Ich habe das EoR trotz des kalten Regenwetters am Samstag als entspannend und familiär empfunden, einige neue Leute kennengelernt und eine Person mit französisch sprechenden Personen aus dem Verein Unblack verknüpft», erklärt er gegenüber Livenet. «Auch die deutsche Unblack-Community war sehr zahlreich vertreten, was mich natürlich gefreut hat.»
Jeder Auftritt sei für ihn von hoher musikalischer Professionalität und mitreissend gewesen. «Überdurchschnittlich überzeugend waren für mich aber Rainforce, Zebulon, Mud Slick und Bloodcrown. Der Verein Unblack unterstützt als Dachverein das EoR, Mili ist als Kontaktperson des EoR im Vorstand von Unblack. Wir von Unblack vernetzen, fördern und unterstützen die Szene, wo wir nur können.» Der Verein ist gerne offen für neue Mitglieder und bietet durch einen Newsletter einen umfassenden Einblick in die christliche Metal-Szene in der Schweiz und darüber hinaus.
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Datum: 20.03.2026
Autor:
Daniel Gerber
Quelle:
Livenet