Band «Gungor»

«Unsere Taten haben ungeahnte Konsequenzen»

Lisa und Michael Gungor bilden gemeinsam den Kern der Band «Gungor». Ihr Song «Light» handelt von ihrer Tochter, die das Down-Syndrom hat. Durch das Lied wurden viele Babys mit der gleichen Ausgangslage gerettet, sagt das Paar.

Zoom
Die amerikanische Band «Gungor» widmet den Song «Light» ihrer Tochter, die das Down-Syndrom hat.
Ein Song ihres Albums «One Wild Life: Soul» («Ein wildes Leben: Seele») heisst «Light» («Licht»). «Das Lied handelt von unserer Tochter, sie hat das Down-Syndrom», erklärte Lisa Gungor im Gespräch mit Livenet während des «Springtime-Festival» in Frauenfeld.

«Wir erhalten Mails und Briefe von anderen Eltern, deren Babys die gleiche Diagnose erhalten haben. Sie schreiben uns, was ihnen der Song an Freude und Hoffnung gegeben hat, weil dadurch der Gedanke, was das Syndrom bedeutet, verändert wird.» Die beiden publizierten ein Video, in dem ihre Tochter zu sehen ist. «Unsere Tochter hat unser Leben verändert. Ich fühle mich dankbar und demütig, weil ich weiss, dass andere Menschen ihr Kind behalten haben, weil wir unsere Geschichte mitgeteilt haben. Wir erarbeiten einfach ein Album über das, was wir lernen – und wir hoffen, dass jemand berührt wird.»

Jeder macht einen Unterschied

Michael Gungor ergänzt: «Unsere Taten haben ungeahnte Konsequenzen. Wenn wir aufrichtig leben, hat das immer einen Einfluss auf die Welt.» Manche Menschen würden für einen grösseren Unterschied sorgen, andere vielleicht für einen kleineren, aber jeder mache einen Unterschied.

«Wir wissen von vielen Menschen, deren Glauben aufgrund ihrer Fragen schwand. Unsere Songs haben in verschiedenen Situationen geholfen, dass manche zurückfanden.»

Offene Herzen

«Wir sind aufrichtig und haben ein offenes Herz», sagt Lisa Gungor. «Wenn man ein Doppelleben führt, können andere Menschen das fühlen. Ein offenes Herz zu haben ist am besten, auch wenn es manchmal schwer ist und einen in Schwierigkeiten bringen kann.» Diese Transparenz hilft, sagt Michael Gungor, «aber sie hat nicht mit uns zu tun, sondern mit Gott. Wir öffnen nur die Türe und die Herzen.» Den Unterschied mache dann Gott selbst.

Zum Thema:
Musiker Michael Gungor: «Gott macht auch aus Dreck etwas Wunderschönes»
1'500 waren dabei: «Springtime-Festival» läutet Sommer im Herzen ein
Musiker Andi Leupp: Im Abstieg Neues entdeckt

Datum: 06.12.2017
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet

Publireportage

Täglich inspirierend
Auf Livenet.ch können der Mann und die Frau von nebenan ebenso in einer News-Meldung vorkommen wie der Hollywoodstar. Dieser einzigartige Livenet-Mix ist es, der die Macher wie auch die Leser begeistert.

Glaubensfragen & Lebenshilfe

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Suizidgefahr
«Tote Mädchen lügen nicht» ist der Titel einer Fernsehserie. Sie dreht sich um den Selbstmord einer fiktiven Highschool-Schülerin. Doch die...
Ältere Menschen freisetzen
Viele Menschen sehnen sich nach der Pensionierung. Die einen wollen Gott dienen, andere den Lebensabend geniessen. Der Pionier Heinz Strupler...
Grosse Säuger im Mittelmeer
Vor zweitausend Jahren war das Mittelmeer ein Zufluchtsort für zwei Walarten, die inzwischen praktisch aus dem Nordatlantik verschwunden sind. Bisher...
Leeland-Bandleader Mooring
Vor kurzem trat die amerikanische Band «Leeland» in der Schweiz auf und riss dabei das Publikum mit eingängigen Melodien mit. Leadsänger Leeland...

AKTUELLE NEWS

JAM Schweiz-Leiter in Angola
Nelli Sattler, Geschäftsführerin vom JAM Schweiz, war zusammen mit weiteren Leitern ihres Teams sieben Tage in der Provinz Benguela in Angola unterwegs. Sie schildern ihre Eindrücke im Interview.
Das geheimnisvolle Testament
Stellen Sie sich vor, Sie bekommen ein Schreiben. Es gibt ein Testament, indem Sie als Erbe eingesetzt wurden, sie müssen nur annehmen, dann gehört ein unglaublicher Reichtum Ihnen. Schön wär's? - Schön ist es!
Suizidgefahr
«Tote Mädchen lügen nicht» ist der Titel einer Fernsehserie. Sie dreht sich um den Selbstmord einer fiktiven Highschool-Schülerin. Doch die Filmhandlung hat offensichtlich Auswirkungen bis ins «real life» – psychiatrische Notaufnahmen schlagen Alarm.
Ältere Menschen freisetzen
Viele Menschen sehnen sich nach der Pensionierung. Die einen wollen Gott dienen, andere den Lebensabend geniessen. Der Pionier Heinz Strupler inspiriert Rentner, sich ganz Jesus zur Verfügung zu stellen.
Mapuche-Terror seit 2016
Vermummte Angreifer zwangen die chilenischen Christen, die Häuser zu verlassen. Dann setzten sie das ganze Zentrum in Brand. Ein weiterer Anschlag radikaler Mapuches in Chile.
Ganz besonders?
Fünf Mal schreibt die Bibel von einem Jünger, den Jesus besonders lieb hatte. Die Beziehung zwischen den beiden war scheinbar wirklich etwas Besonderes. Hatte Jesus die anderen elf dann weniger stark lieb?
Stami St. Gallen
Seit zehn Jahren befindet sich die Stami St. Gallen in einem Quartier. Dieses ist ein Schwerpunkt in der Arbeit der Gemeinde. Gleichzeitig ist aber auch das Ausland wichtig: Die Stami ist auf nicht weniger als vier Kontinenten vertreten.

Anzeige

Kommentar

Kritik an Migros-Aktion: Marketing-Aktionen und der einseitige Blick der Medien
Wenn einer der beiden Schweizer Grossverteiler eine Aktion zur Verkaufsförderung startet, geht er...

Anzeige

Ratgeber

Einander ertragen Wie man Miteinander auskommt
Wenn man selbst angespannt und gestresst ist, sind meistens auch noch die anderen seltsam. Weil man...