In psychischen Krisen Gottes Nähe spüren
Die Autorin schreibt offen über ihr eigenes Leben mit einer generalisierten Angststörung – mit dem Ziel, das Tabu psychischer Erkrankungen zu brechen, besonders im christlichen Umfeld. Sie lädt ihre Leserinnen und Leser ein, Gott gerade in der Krise zu begegnen. Jedes Kapitel widmet sich einem Aspekt seelischer Belastung – etwa Selbstverurteilung, Überforderung, Einsamkeit oder Sorgen – und kombiniert persönliche Einblicke mit biblischen Impulsen und Reflexionsfragen. «Ich will zeigen: Du darfst ehrlich sein – vor dir selbst und vor Gott», so Silvia Bartz. «Und du darfst glauben, dass Veränderung möglich ist, auch wenn du sie noch nicht sehen kannst.»
Hoffnung vermitteln, ohne zu vertrösten
Die Impulse sind bewusst kurz gehalten – hilfreich für Leserinnen und Leser, denen die Kraft für intensives Bibellesen fehlt, die aber dennoch geistlich genährt werden wollen. Der Schreibstil ist direkt, bildreich, humorvoll und gleichzeitig tiefgründig. Damit gelingt es Silvia Bartz, schwere Themen zugänglich zu machen und Hoffnung zu vermitteln, ohne zu vertrösten.
«Neue Hoffnung erblüht aus grauem Stein» ist kein Therapieersatz – will es auch nicht sein. Es ist ein seelsorgerlich wertvoller Begleiter für dunkle Zeiten und ein starkes Plädoyer für einen offenen und ehrlichen Umgang mit psychischen Krisen unter Christen. Ein Buch, das mitten ins Herz spricht und Gottes Licht dort aufscheinen lässt, wo alles grau erscheint.
Zum Buch:
«Neue Hoffnung erblüht aus grauem Stein»
Zum Thema:
Herausgeforderten beistehen: Schon Menschen in Bibel kämpften mit psychischen Problemen
Angststörung überwinden: Wo bleibt Gott im Dunkeln?
«parakaleo»: Ein kleiner Ratgeber zur Ermutigung
Datum: 30.07.2025
Autor:
Jürgen Asshoff
Quelle:
SCM