«Du bist nicht allein» – Alkohol hätte fast seine Karriere ruiniert

Ryan Sheckler
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Ryan Sheckler
3.2.2021
4 min

Gerade in Zeiten von Home-Office lauert die Sucht in den eigenen vier Wänden. Skateboard-Profi Ryan Sheckler wurde sogar inmitten seiner Karriere vom Alkohol heimgesucht und fast an die Wand gefahren. Doch dann las er die ermutigende Zusage Gottes, dass er nicht allein gelassen wird.

Ryan Sheckler war nur 18 Monate alt, als er ein altes Skateboard seines Vaters fand. Zuerst kniete er darauf und schob sich in der Gegend herum. Die Tage und Wochen zogen ins Land, bald stand er auf dem Rollbrett, seinen ersten Wettbewerb gewann er mit sechs oder sieben.

Nichts und niemand konnte Ryan stoppen: Im Alter von 13 Jahren wurde Ryan zum jüngsten Profi der Welt und gewann mehrere Wettbewerbe. Nur vier Jahre später war er der Star seiner eigenen «MTV»-Reality-Show «The Life of Ryan».

Sein Ruhm wuchs, doch wenn er vom Brett, das für ihn die Welt bedeutete, «herunter» stieg, hatte er das Leben nicht im Griff. Er trank und feierte – bis er eine Alkoholabhängigkeit entwickelte. Sein grösster Gegner war nicht ein anderer talentierter Boarder, sondern seine Sucht: Schleichend begann diese, seine Karriere in Gefahr zu bringen.

Es war ein Geschenk

Ryan Sheckler als Kind auf dem Skateboard
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Ryan Sheckler als Kind auf dem Skateboard

Dass er heute, im Alter von 30 Jahren noch immer Profi ist, hat mit einer völligen Lebensveränderung zu tun. Die Wurzel ist bereits in seiner Kindheit zu finden. Bei seinem ersten Wettbewerb weinte er, von Emotionen überwältigt: «Mein Vater umarmte mich, wir sprachen ein Gebet und dann gewann ich meinen ersten Wettkampf.»

In seiner Jugend lebte er mit Jesus Christus verbunden. «Ich verstand, dass das Skateboarden ein Geschenk war, das ich erhalten hatte.» Sein Ziel war, besser zu sein als seine Nachbarn, die alle vier Jahre älter waren. «Sie hörten mit der Zeit auf mit dem Skaten, ich fuhr aber immer weiter.»

Aus der Spur geraten

Sein Wunsch war es, im Alter von 21 Jahren Profi zu werden. Doch mit 13 gewann er als Newcomer gleich diverse Profi-Wettbewerbe. Von da an reiste er jährlich sechs bis sieben Monate. «Als ich 18 Jahre alt war, kaufte ich ein Haus.» Doch daneben fehlte es an einer Struktur. «Ich hatte keinen Erwachsenen nebendran, der sagte: 'Du solltest nicht feiern' oder 'Du solltest nicht so lange aufbleiben'.»

Langsam geriet er aus der Spur, vergass das Beten und verlor den Glauben aus den Augen. «Beim Alkoholmissbrauch macht das Gehirn Dinge, bei denen man nicht mehr die Möglichkeit hat, 'Nein' zu sagen.» Weil er sein Ding auf dem Board immer noch gut machte, erkannten seine Freunde nicht, dass er süchtig war. Das Leben war «cool», er wurde in Privatflugzeugen zu den Wettbewerben gebracht. Langsam aber holte ihn seine Sucht ein.

Den Überblick verloren

Ryan Sheckler beim Skaten
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Ryan Sheckler beim Skaten

Er verlor den Überblick und die Sicht auf die Realität. Ein grosser Schritt sei gewesen, zu erkennen, dass er gerade dabei war, komplett vom Weg abgebracht zu werden. «Ich war ein emotionales Wrack.» Mit dieser Erkenntnis suchte er eine Suchtklinik auf. «Es ist nicht schlimm, verletzlich zu sein, Gefühle auszudrücken oder zu weinen.»

Seine Mutter gab ihm ein Andachtsbüchlein mit. «Ohne das aktuelle Datum zu suchen, begann ich einfach zu lesen.» Er las, dass Gott bei ihm und für ihn ist. «Ich las, dass ich keinem Problem alleine gegenüberstehe. Wenn man ängstlich ist, konzentriert man sich auf die sichtbare Welt und lässt Gott aus dem Bild. Nun las ich, dass ich nicht auf das Sichtbare, sondern das Unsichtbare schauen soll und dass Gott mich durchtragen wird.»

Schmerz nicht verschwenden

«Jeder Tag ist ein kostbares Geschenk meines Vaters», las Ryan weiter. Ryan erhielt namentlich durch die Zusage, dass er keiner Herausforderung alleine gegenübersteht, eine innere Ruhe. Sein Freund Michael Phelps rief ihn an und erzählte ihm, dass er das gleiche durchgemacht habe. Das gab ihm zusätzlichen Mut.

Ryan Sheckler konnte seine Sucht überwinden und ganz zu Jesus Christus zurückfinden. Er wurde von Gott völlig verändert – und heute ermutigt er andere: «Ich möchte den Schmerz, den ich durchgemacht habe, nicht verschwenden.»

Ohne Jesus nicht geschafft

Gerne ermutigt er andere mit seiner Lebensgeschichte. Ausserdem hat er ein Werk gegründet, das anderen Menschen hilft, die «Sheckler Foundation». Heute kommen die «Kids» zu ihm und fragen ihn um Rat. «Wir alle haben Schmerzen.» Und er erklärt ihnen, wie sie damit umgehen können.

Ein wichtiges Puzzleteil sei Jesus Christus. «Ohne den Herrn hätte ich es nicht geschafft. Und es ist ein Kampf. Aber wenn du dein Leben ganz Christus gibst und glaubst, dass du eine weitere Chance bekommst, kannst du einige gute Entscheidungen treffen.»

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