Bei «Grey's Anatomy» mit dabei – Er schreibt in der Tonart der Hoffnung

Blessing Offor
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Der in Nigeria geborene Blessing Offor legt mit «My Tribe» sein Debut-Album vor. Der in Nashville lebende, blinde Singer-Songwriter bewegt mit Soul, R&B und afrikanischen Stilen – und einer besonderen «Tonart», nämlich die der Hoffnung.
8.2.2023
3 min

Gemeinsam mit fünf älteren Geschwistern verliess Blessing Offor seine Heimat Nigeria im Alter von nur sechs Jahren, um bei seinem Onkel in den USA zu leben. Ein Glaukom hatte Blessing auf einem Auge erblinden lassen und seine Eltern dachten, dass er in den Vereinigten Staaten eine bessere medizinische Versorgung finden würde.

Doch nach einem Unfall mit einer Wasserpistole im Alter von zehn Jahren erblindete Blessing Offor auch auf dem anderen Auge. Er wandte sich der Musik zu, trainierte sein Gehör, entwickelte virtuose Fähigkeiten und erweiterte sein musikalisches Spektrum schnell.

Hoffnung

Die 14 Tracks von «My Tribe» wurden in Nashville geschrieben und aufgenommen, darunter beispielsweise der Song «Believe». Sein christlicher Glaube beeinflusse und inspiriere seine Musik, «weil mein Glaube mir sagt, dass es letztendlich Hoffnung gibt».

Das Eröffnungsstück «Brighter Days» hielt sich sieben Wochen lang auf Rang zwei bei christlichen Radiostationen und gewann 2022 einen «ASCAP Christian Award». Seitdem wurde der Song in Schlüsselszenen von «Grey's Anatomy», «The Equalizer» und anderen grossen TV-Produktionen verwendet. Blessing Offor erläutert: «Der Refrain ist sehr hell und positiv, aber man geht durch die Dunkelheit, um dorthin zu gelangen. Man hat im Grunde genommen für diesen Moment gearbeitet – er wird einem nicht einfach geschenkt.»

«Auch du kannst Optimismus erkämpfen»

Doch auch in traurigen, herzzerreissenden Liedern führt einem Blessing Offor an einen optimistischen Ort. Seine positive Lebenseinstellung erkämpfte er sich mit den Schwierigkeiten, die er mit seinem Augenlicht hatte. «Das war hart erkämpft. Nicht, weil ich denke, dass ich etwas besonders Ungeheuerliches durchgemacht habe. Auch das Menschsein selbst ist kein Zuckerschlecken.» Wenn sein Optimismus hart umkämpft sei, könne das jeder tun.

In Nigeria habe er ständig Menschen gesehen, die schwierige Zeiten durchmachen mussten und die ihren Glauben trotzdem behalten haben. «Glaube und Not sind keine diametralen Gegensätze. Dass ich in Nigeria geboren wurde und nur auf einem Auge sehen konnte, war für meine Familie kein Grund, die Hoffnung auf Gott zu verlieren. Sie sagten einfach: 'Wir sollten es wiederherstellen lassen, wenn wir können.' Wir hatten auch das Glück, nie Hunger leiden zu müssen, und mein Vater hatte ein erfolgreiches Geschäft. Wir waren in einigen Bereichen gesegnet. Und wenn Gott es für richtig hält, uns in bestimmten Bereichen zu segnen, dann ist es vielleicht auch in Ordnung, wenn wir in anderen Bereichen ein paar unangenehme Momente ertragen müssen.»

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