Umdenken nach Zerbruch – Er war eine Transgender-Prostituierte namens «Scarlett»

8.3.2019
4 min

Jeffrey McCall sehnte sich nach Liebe. Mehrere Jahre lebte er einen homosexuellen Lebensstil, da er sich schon früh zu Jungs hingezogen fühlte. Dann wurde er zu «Scarlett». Als Transgender prostituierte sich Scarlett und war jeden zweiten Tag betrunken. Doch McCall fühlte sich weiterhin leer und missbraucht. Dann fand er eine Liebe, die nicht von dieser Welt ist.Im Alter von zwölf Jahren fühlte sich Jeffrey McCall zu Jungs hingezogen. Ab 18 Jahren war die Homosexualität seine ganze Identität. Er lebte ein schrilles Leben. «Ich habe nichts anderes getan als feiern und shoppen. Das war mein Leben. Ich machte Party mit dem Typ, der gerade mein Freund war. Ich war zudem drogensüchtig und nahm tonnenweise Xanax und rauchte Crystal Meth.»

Mit seiner Gesundheit ging es entsprechend abwärts. «Ich war etwa 1,80 gross und wog 72 Kilogramm. Mir war klar, dass ich sterben würde, wenn ich so weitermache.» Um etwas zu verändern, zog er von Nashville nach Georgia und ging dort zur Uni.

«Scarlett»

Im Sommer nach dem Abschluss, er war gerade 23 Jahre alt geworden, machte er erstmals bei einer Drag-Show mit. «Ich war ja bereits um Transgender herum aufgewachsen, da ein Mitglied unserer Familie solche Shows machte.»

Ab jenem Sommer begann er, als «Scarlett» zu leben und sich mit Männern zu verabreden. Bald zweifelte er an seiner Identität und bekam das Gefühl, im falschen Körper geboren worden zu sein. «Ich dachte, dass ich glücklicher werden würde, wenn ich eine Geschlechtsumwandlung machen würde. Auch begann ich, mehr als einen Mann pro Tag zu haben und meinen Körper zu prostituieren.»

Jeden zweiten Tag betrunken

Der Alkoholkonsum stieg und in einer wilden Nacht drohte Scarlett mit Selbstmord – und landete für zwei Tage in der psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses. An diesem Punkt angekommen, reflektierte er: «Ich prostituiere mich und bin jeden zweiten Tag betrunken. Ich habe wirklich nichts.»

Seit einiger Zeit hörte er im Geheimen übers Internet die Predigten vom Pastor Jentezen Franklin. Während seines Studiums hatte er zweimal dessen Gemeinde «Free Chapel» besucht.

Nun, mitten in dieser verzweifelten Situation, begann er über Gott nachzudenken. «Spät am Abend weinte ich nur noch. Ich schüttete Gott mein Herz aus und sagte mit tränenerstickter Stimme: 'Gott, ich weiss, dass die Menschen, die für dich leben, nicht nur am Sonntag in die Kirche gehen und ein bisschen Religion spielen. Ihr Leben ist wirklich verändert worden. Werde ich jemals so für dich leben können?' Und tatsächlich hörten meine Gedanken auf, Achterbahn zu spielen und ich hörte, wie Gott mir sagt: 'Ja, du wirst für mich leben.'»

Scarlett muss gehen

Ein paar Monate später fällte McCall den Entscheid: Im Juni 2016 trennte er sich von den Kleidern, Schuhen, Perücken und dem Make-up von Scarlett. «Ich ging zu einem Müllcontainer und warf diese Identität weg. Das war ein grosser Schritt, denn ich hatte ja bereits vorgenommen, mich zur Frau umoperieren zu lassen.»

Weiter dachte er: «Ich gebe Gott einfach mal eine Chance.» Und es war, als würde Gott ihm sagen: «Wirf alles weg, was du von der LGBTQ-Gemeinschaft und anderen über die Kirche gehört hast. Ich werde ein sicheres Fundament für dich bauen.»

«Jeder soll es erhalten»

Dann nahm er Jesus Christus als seinen persönlichen Retter an und spürte, dass er ihn öffentlich anerkennen und öffentlich mit seinem früheren Leben brechen sollte.

«Der Tag, an dem ich das Facebook-Livevideo gemacht habe, war der Tag, an dem ich mit dem Heiligen Geist erfüllt wurde. Die Bibel wurde für mich völlig lebendig. Plötzlich hatte ich einen Frieden und eine Freude, wie ich sie, seit ich ein ganz kleiner Junge war, nicht mehr erlebt hatte.»

Von dieser Liebe, die er gefunden hat und die ihn trägt, will er nun anderen Menschen erzählen. «Und ich will nicht nur davon sprechen, sondern den Menschen zeigen, dass Gott sie liebt und dass er sie annimmt. Es ist das Beste, was man auf der Welt bekommen kann, und ich möchte, dass jeder es erhält.»

Teile diesen Beitrag
Das könnte dich auch interessieren
Story
Makenna Brown wurde durch einen Bibelvers im Gefängnis ermutigt

«Ich war zu einem Monster geworden»

Jahrelang versucht Makenna Brown, von anderen akzeptiert zu werden. Drogen, Diebstahl und Beziehungen sollen die Leere füllen. Als sie verhaftet wird und alles zerbricht, begegnet sie ausgerechnet im Gefängnis einer Hoffnung, die alles verändert.
Story
Stephen McWhirter

Vergeben, was unverzeihlich scheint

Er sah, wie Menschen nach den Predigten seines Vaters zu Jesus fanden – und zu Hause, wie seine Mutter durch Misshandlungen litt. Stephen McWhirter wurde zum Feind Gottes …
Story
Melanie Rivas

Vom «Borderline-Satanismus» zur Gottesbegegnung

Melanie Rivas’ Freude an Jesus ist ansteckend. Noch vor einem Jahr jedoch war die 22-Jährige obdachlos, mittellos und auf der Flucht aus einer missbräuchlichen gleichgeschlechtlichen Beziehung …
Story
Gabrielas Startbedingungen waren extrem schwierig (Symbolbild)

«Gott hat mich von meiner Angst befreit»

Als Gabriela Withs Adoptivvater sie sexuell missbraucht und die Adoptivmutter davon erfährt, versucht diese, ihn vor Gabrielas Augen umzubringen. So leidet das Mädchen an Angst, Leistungsdruck und Lernblockaden.