Ex-Medium Jenn Nizza: «Es gibt keine guten Hexen»

Jenn Nizza fand den Weg aus der Esoterik durch Jesus Christus.
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Jenn Nizza fand den Weg aus der Esoterik durch Jesus Christus.

Astrologie, Energieheilung, Tarot – New Age ist im Trend. Doch Jenn Nizza, einst tief in der Esoterik verwurzelt, sagt klar: «Was harmlos scheint, öffnet Türen für das Dämonische.» Ihre Botschaft: Christus allein genügt.

10.7.2025
4 min

Jenn Nizza erinnert sich noch genau an den Moment, in dem sich die Tür zum Übersinnlichen zum ersten Mal öffnete. Sie war 13 Jahre alt und wuchs auf Long Island in einer kulturell katholisch geprägten Familie auf, als ihre Mutter, eine Friseurin, eine Wahrsager-Party in ihrem Haus veranstaltete. «Es war wie ein kleines Beautystudio. Jeder bekam eine 15-minütige Tarotkarten-Lesung», sagt Jenn Nizza.

Die Karten sagten Dinge über ihre Vergangenheit, die ein Fremder unmöglich wissen konnte. «Das ist der Köder. Dämonen können die Vergangenheit sehen. Die Zukunft kennen sie nicht – nur Gott weiss sie –, aber sie können gut raten. Und das reicht, um einen in den Bann zu ziehen.»

Verführerisch und unheilvoll

Was folgte, beschreibt sie rückblickend als gleichermassen verführerisch wie unheilvoll. Jeden Tag führte sie mit ihrer Schwester gegenseitig Tarot-Lesungen durch. Dann begann sie, sich mit Numerologie, Astrologie und schliesslich mit medialer Kommunikation zu beschäftigen. Ein professionelles Medium sagte ihr eines Tages, auch sie habe «die Gabe».

«Ich glaubte wirklich, dass ich Menschen helfe. Ich wollte ein Licht sein. Aber der Teufel nutzt genau diejenigen aus, die Gutes tun wollen.»

Über zwei Jahrzehnte war Nizza in okkulte Praktiken involviert und arbeitete schliesslich als professionelles Medium. Sie liess sich dafür bezahlen, Menschen die Zukunft zu deuten, sie mit verstorbenen Angehörigen in Verbindung zu bringen und spirituelle Beratung zu geben.

Innerlich gequält

Nach aussen wirkte ihr Leben völlig harmlos, sie war «das nette Mädchen von nebenan». Doch innerlich war sie gequält. «Da war dieses ständige Stimmengewirr in meinem Kopf. Ich glaube heute, ich stand kurz vor einer Besessenheit. Ich spürte die Last. Es machte mir Angst.»

Eines Nachts rief sie – nicht nach einem Geistführer oder einem verstorbenen Verwandten, sondern zu Jesus. «Ich wusste nicht einmal, warum. Ich diente ihm nicht. Ich glaubte nicht einmal wirklich an ihn», blickt sie zurück. «Aber ich rief den Namen Jesus Christus. Und plötzlich durchströmte mich ein tiefer Frieden.»

Spiritueller Widerstand

Dieser Moment, vor über elf Jahren, war der Beginn ihres Ausstiegs aus der Welt des Okkulten. Es war kein abrupter Bruch – sie erlebte teils beängstigenden spirituellen Widerstand. Doch durch den Einfluss einer Freundin und eine Einladung in eine Gemeinde, hörte sie schliesslich zum ersten Mal klar das Evangelium – und übergab ihr Leben Christus.

Jenn Nizza: «Als ich die Liedtexte beim Lobpreis hörte, begann ich zu weinen. Ich erinnerte mich daran, wie ich Jesus gerufen hatte. Ich wusste: Das war er. Das war der Tag meiner Errettung.»

New Age und Christentum nicht vereinbar

Heute ist Nizza als Evangelistin und Autorin tätig. Sie warnt andere vor denselben spirituellen Täuschungen, in denen sie einst selbst gefangen war. Über soziale Medien, Bücher und Vorträge klärt sie Christen und Nichtchristen auf.

«Ihr könnt nicht zugleich den 'Kelch des Herrn' trinken und den 'Kelch der Dämonen'; ihr könnt nicht zugleich am Tisch des Herrn sitzen und am Tisch der Dämonen», betont sie unter Berufung auf die Bibel, 1. Korinther Kapitel 10, Vers 21. «Es gibt keine gute Hexe. Und keine harmlose Wahrsagerei.»

Mit Sorge beobachtet sie, dass immer mehr junge Christen mit Astrologie, medialen Sitzungen oder Energieheilung experimentieren – und gleichzeitig bekennen, an Jesus zu glauben. «Man kann New Age und Christentum nicht miteinander vermischen. Man muss sich entscheiden, wem man dienen will.»

«Ich war nur nützlich»

Für Nizza war diese Entscheidung mit Verlust verbunden. Familienmitglieder, die früher regelmässig nach Lesungen fragten, brachen den Kontakt ab, als sie ihr Leben Jesus übergab. «Sie haben mich fallen gelassen. Da wurde mir klar: Ich war ihnen nicht wertvoll – nur nützlich.»

Heute gründet sich ihre Identität nicht mehr auf spirituelle Fähigkeiten oder äussere Bestätigung – sondern auf Jesus Christus. «Nur Jesus gibt uns unseren Wert. Dort liegt unsere wahre Identität.»

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