«Ich bin frei!» – Früher drogenabhängig, heute möchte er Kanal des Segens sein

Jonathan da Cruz
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Jonathan da Cruz
28.11.2021
2 min

Seine Eltern waren drogenabhängig und liessen ihn mit zwei Schwestern auf der Strasse zurück. Später wurde Jonathan da Cruz selbst drogenabhängig – und damit verlor er auch das Vertrauen seiner Schwestern.

Jonathan da Cruz Conceição wuchs in schwierigen Verhältnisse auf: Beide Eltern waren drogenabhängig. Als der Junge gerade zehn Jahre alt war, verliessen seine Eltern ihn und die zwei jüngeren Schwestern. Die Kinder mussten auf der Strasse leben und Jonathan bettelte in Bussen oder bat in Restaurants um Essensreste, um sich und die Schwestern am Leben zu erhalten. Nach einem Jahr fand das Jugendamt die Kinder, als sie auf einem Karton schliefen, und brachte sie in ein Heim.

Sechs Tage später wurde ihnen mitgeteilt, dass die Eltern verstorben seien. Die drei blieben in dem Heim, bis sie 18 waren und ab sofort auf sich allein gestellt lebten. Für Jonathan bedeutete dies, denselben Weg seiner Eltern einzuschlagen, auch er wurde drogenabhängig. «Ich verlor das Vertrauen meiner Schwestern», erinnert er sich gegenüber der brasilianischen Missionsorganisation «Junta de Missões Nacionais» (JMN).

Auf der Suche nach Hilfe

Das war ein Einschnitt für den jungen Brasilianer, schliesslich waren seine Schwestern die einzige Konstante in seinem Leben. Er suchte Hilfe, einen Rehabilitationsplatz und wurde von einem Rehabilitationszentrum von JNM in Cristolandia aufgenommen. Doch der Entzug war viel schwerer als erwartet, am dritten Tag schon wollte er abhauen. Doch zuvor bat er die dortigen Mitarbeiter um Hilfe. «Ich bat die Missionare, dass sie für mich beten. In dem Moment entschied ich mich, mein Leben ganz Gott zu übergeben. Das Wort Gottes war entscheidend für meine Veränderung.»

Erst vor Kurzem wurde er in Cristolandia getauft – ein Neubeginn, mit Jesus und ohne Drogen. Die Freude bei seiner Taufe war unbändig. «Heute habt ihr einen neuen Bruder», sagte er mit einem breiten Lächeln zu seinen Schwestern. Und hinterher rief er überwältigt: «Ich bin frei! Ich bin frei! Danke, Gott!» Und weiter: «Heute weiss ich, dass Jesus meine einzige Hoffnung ist.» Früher sei er eine Last für seine Familie gewesen, heute sei er ein veränderter Mann mit Hoffnung und Träumen. Und er möchte selbst Missionar werden und seine ganze Familie für Jesus gewinnen. «Ich möchte ein Kanal des Segens sein!»

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