Im Kampf gegen Krebs – «Gott machte aus meinem Schmerz eine Mission»

Vania Rozzett
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Vania Rozzett
18.3.2021
3 min

Seit sieben Jahren kämpft Vania Rozzett gegen Krebs an. Doch statt sich selbst zu bemitleiden, öffnete ihr die Krankheit den Blick für andere – und so konnte sie bereits 4'000 Frauen tatkräftig helfen.

2014 wurde Vania Rozzett mit Krebs diagnostiziert. Damals lernte die 56-jährige Schriftstellerin viele Frauen kennen, die wie sie gegen diese Krankheit kämpfen – doch viele von ihnen befanden sich in einer viel schwierigeren Situation, weil sie von ihren Ehemännern verlassen wurden. Daraus wuchs ein Wunsch im Herzen der Brasilianerin: «Gott nahm meinen Schmerz und verwandelte ihn in eine Mission», berichtet Vania gegenüber dem Nachrichtensender G1.

4'000 Frauen unterstützt

Im Jahr 2018 eröffnete sie ein Heim für mittellose Frauen, die oftmals aus dem Landesinneren Brasiliens in die Stadt kommen, um hier die Krebsbehandlung zu erhalten, und die keinen Ort haben, an dem sie während der Behandlung bleiben können. Viele von ihnen sind vollkommen allein. «Das Haus dient dazu, diesen Frauen zu helfen. Hier bekommen sie ein Bett, ein Hygienekit, psychologische Unterstützung, Essen, soziale Beihilfe und geistliche Unterstützung.»

20 Frauen kann das Heim gleichzeitig betreuen – und seit 2018 konnten hier bereits 4'000 Frauen unterkommen. Die Unterkunft ist kostenlos, aufrechterhalten wird die Arbeit durch Spenden und durch den Verkauf von Vanias Büchern.

Leben mit neuer Perspektive

Vania dient den Frauen mit viel Liebe. Sie sieht das Leben heute mit ganz neuen Augen. «Ich habe gelernt, das Leben leichter zu nehmen, das Leben ist ein Geschenk», berichtet sie. «Heute hat das Leben für mich eine viel schönere Bedeutung. Ich schätze die einfachen Dinge, die Menschen, meine Familie, meine Enkel, meine Freude. Ich erlaube es mir nicht, traurig zu sein, weil das Leben zu kurz ist und man es aufs Äusserste ausnutzen muss.»

Gottes Hilfe bei Covid-19

Im vergangenen Dezember steckte sich Vania dann auch noch mit Covid-19 an und musste sieben Tage lang ins Krankenhaus. Doch auch hier durfte sie Gottes Hilfe erleben. «Es war ein Wunder, denn meine Lungen waren bereits zu 50 Prozent betroffen und zudem bin ich Diabetikerin. Ich sehe Gottes Hand in meinem Leben und meiner Geschichte. Ich bin mich noch am Erholen von den Folgen der Krankheit, aber meine Lungen haben sich schon zu 86 Prozent erholt.»

Und selbst vom Krankenbett aus filmte sie Videos, in denen sie von Gottes Stärke, seinem Frieden, dem Glauben und der Freude sprach und diese dann in den sozialen Netzwerken teilte – in der Hoffnung, damit auch anderen Menschen zu helfen.

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