Frei vom Erfolgsdruck – Ich darf einfach sein

9.2.2016
3 min

Seine ganze Jugend hindurch versucht Allan Ooi aus Birmingham gute Leistungen zu bringen. Er glaubt: Wenn ich gut bin, bin ich jemand. Doch dann lernt er Christen kennen und mit ihnen ein ganz neues Lebensgefühl.

Bis ich 18 Jahre alt war, drehte sich alles um meine Leistungen und meine zukünftige Karriere. Ich sollte akademischen Erfolg haben und einen beeindruckenden Job bekommen. In der Schule war ich immer einer der Besten und tat alles dafür, gute Noten zu schreiben, um es auf eine Top-Universität zu schaffen.

Obwohl ich erfolgreich war, fühlte ich mich immer sehr unsicher. Ich war einsam und bemühte mich, von anderen akzeptiert und gemocht zu werden.

Ganz allein in der Hauptstadt

Tatsächlich wurde ich von einer guten Universität in London angenommen. Zum ersten Mal wohnte ich weg von zu Hause, was nicht leicht für mich war. London ist riesig und ich kannte niemanden. Ich war extrem einsam. Dazu kam, dass es mein Studienfach in sich hatte und plötzlich war ich nicht mehr einer der Besten. Ich fühlte mich total orientierungslos.

Mein erstes Jahr auf der Uni war wirklich schwer für mich und meine Noten waren nicht berauschend. Doch mitten in meiner Krise lernte ich Christen kennen.

Ein völlig neuer Blickwinkel

Ich war schon immer wieder mit meiner Mutter in die Kirche gegangen, aber auch hier dachte ich, Gott ticke nach dem Leistungsprinzip: Wenn man oft in die Kirche geht und gut ist, dann passt das.

Aber jetzt erzählten mir diese Christen ganz andere Dinge von Gott und von Jesus, so wie ich das noch nie vorher gehört hatte. Sie sagten, dass sie Gott kennengelernt haben und dass das ihr Leben verändert hat. Das kam mir seltsam vor, aber für sie schien das sehr real zu sein.

Und tatsächlich, je mehr ich mich damit beschäftigte, umso mehr realisierte ich, dass da etwas dran war. Ich fing an zu glauben, dass Gott wirklich Interesse an mir hat. Ja, dass er mich geschaffen hat, damit wir in einer Beziehung leben können.

Frei vom Druck, jemand zu sein

Als ich das dritte Semester begann, hatte ich einen neuen Ausblick für mein Leben. Ich durfte Gott kennenlernen und er hat mir gezeigt, dass ich am falschen Ort nach dem Sinn im Leben gesucht hatte. Denn es geht überhaupt nicht um akademischen Erfolg. Auch nicht darum, meine Eltern beeindrucken zu können oder von anderen bewundert zu werden. Diese Erkenntnis machte mich total frei von jeglichem Erfolgsdruck.

Mein Sinn im Leben ist es, Gott zu kennen und seinem Sohn Jesus nachzufolgen. Heute weiss ich: Gott liebt mich, so wie ich bin, unabhängig von meiner Leistung, meinen Fähigkeiten oder meiner Persönlichkeit. Und noch besser ist: Seine Liebe gilt ewig. Und eines Tages werde ich meinen Schöpfer von Angesicht zu Angesicht sehen.

Das ist so viel besser, als alles was wir erreichen können. Und das Besondere ist: Durch Jesus bekommen wir diese Aussicht einfach so geschenkt!

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