Nach Nahtoderlebnis – «Ich habe erlebt, wie Jesus wirklich ist»

29.11.2018
4 min

Autounfall. Koma. Keine Gehirnaktivität. Während Ärzte wenig Hoffnung für Valerie Schuelke haben, macht sie eine Nahtoderfahrung, in der sie Jesus trifft. Und überwältigt feststellt, dass er ganz anders ist, als sie immer dachte...Anfang des Jahres 2000 träumte meine Schwester von einem Autounfall mit einem Kleintransporter. Sie wachte auf und spürte, dass sie beten soll. Zwei Monate später passierte mir genau dieser Unfall. Es dauerte Stunden, bis Rettungskräfte mich aus dem Autowrack bergen konnten, ich war bereits bewusstlos.

Als meine Schwester erfuhr, dass es nicht gut um mich aussah, fragte sie Gott, wie sie für mich beten soll. Dann fielen ihr die Worte aus Psalm 118, Vers 17 ein und die begann sie über meiner Situation auszusprechen. Dass ich nicht sterbe, sondern leben und die Taten Gottes verkündigen werde. Während ich im Koma lag, beteten auch viele andere Freunde aus der Gemeinde intensiv für mich. Doch es sah nicht gut aus. Und mein Zustand verbesserte sich nicht. Mein Gehirn zeigte keinerlei Aktivität und die Ärzte machten sich keine Hoffnungen, dass ich es schaffen würde. Sie hielten meinen Körper nur deswegen am Leben, damit man meine Organe weiterverwenden kann. Doch von all dem bekam ich nichts mit. Aber was ich in dieser Zeit erlebte, übertrifft jegliche Vorstellungskraft.

Begegnung mit Jesus

Das erste, was ich im Himmel sah, war ein überwältigendes Licht. Ich war regelrecht geblendet von dem Licht seiner Gegenwart. Ich stand auf, drehte mich um und sah Jesus. Ich weiss nicht, ob ich auf ihn zu rannte oder ob er auf mich zukam, aber plötzlich war er bei mir und er lächelte mich an. Und in dem Moment konnte ich alle Gefühle spüren, die er für mich hegt. Es fühlte sich an, als wäre ich endlich daheim. Wie ein «hier gehöre ich hin». Ich war an dem Ort angekommen, für den ich bestimmt war. Daheim.

Obwohl ich immer an Gott geglaubt habe, konnte ich nie glauben, dass er mich wirklich liebt. Tief in mir dachte ich, dass ich es nicht wert bin. Ich glaubte, ich kann Gott nicht gerecht werden, kann seine Erwartungen an mich nicht erfüllen. Aber als ich Jesus gegenüberstand und seine Liebe für mich spürte, erkannte ich, wer ich in seinen Augen bin. All die negativen Gedanken, die ich über mich hatte, wo ich nicht gut genug bin, Makel und Schwächen habe, all das sah er überhaupt nicht. Er interessierte sich nur für mich und überhaupt nicht für meine Leistung. Seine Liebe war so überwältigend, dass ich sie nicht beschreiben kann. Ich gehörte zu ihm. Dafür war ich geschaffen worden. Zum ersten Mal begriff ich, wie Gott für uns empfindet, ganz gleich ob wir ihn kennen oder nicht.

Die Zeit, die ich im Himmel verbrachte, kam mir sehr lange vor. Die Gegenwart Gottes heilte meine Seele und erfüllte mich mit Leben und Liebe, wie ich es nie zuvor erlebt habe. Schliesslich sagte Jesus zu mir: «Du kannst hier bleiben, aber deine Aufgabe ist noch nicht erfüllt. Ich möchte, dass du den Menschen sagst, wer ich wirklich bin.» Im ersten Moment wollte ich eigentlich für immer bei Jesus bleiben. Aber dann erinnerte ich mich daran, wie ich selbst über Gott gedacht habe. Dass er fordernd wäre, nicht wirklich menschlich. Dass man ihn zufrieden stellen muss. Ich spürte, dass ich zurück musste.

Zurück ins Leben

Einige Tage nach meinem Unfall zeigte ich plötzlich wieder Lebenszeichen. Mein Gehirn begann zu arbeiten und wenig später wachte ich zum Erstaunen der Ärzte wieder auf. Natürlich war es nicht leicht, plötzlich mit den Schmerzen umgehen zu müssen, aber alles heilte erstaunlich schnell. Und meine Erinnerungen an den Himmel halfen mir, alles auszuhalten.

Durch meine Nahtoderfahrung weiss ich, wer ich wirklich bin. Ich bin unendlich von Gott geliebt und bin ihm so wertvoll, dass er sein Leben für mich gegeben hat. Genau so liebt Gott auch Sie. Er erwartet keine Leistung, keine Taten, keine Frömmigkeit. Er möchte Ihnen einfach nahe sein. Und auch wenn es unglaublich klingt: Für ihn sind Sie unendlich wertvoll.

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