25 Jahre in Porno-Industrie – «Ich war an einem sehr, sehr dunklen Ort»

20.4.2016
3 min

Während mehr als zwei Jahrzehnten war Greg, mit «Künstlernamen» Randy Spears, in der Porno-Industrie. Er ignorierte die Stimme in seinem Kopf, welche seine kontroverse Karriere und die Wahl seines Lebensweges hinterfragte. Bis Gott ihn fand. Es ist die Geschichte vom verlorenen Sohn – denn Greg war Christ, als er in diese Industrie abglitt.

Einst war Greg nach Hollywood gegangen mit dem Traum, es mit einer Filmkarriere zu Ruhm und Ehre zu bringen. Doch bald kämpfte er ums Überleben. Mit ein paar Modelaufträgen hielt er sich über Wasser. In einem Fall wurde ihm Angeboten, sich nackt fotografieren zu lassen. Zunächst schaute er diese Offerte mit verachtenden Gedanken an, doch als die Lage aussichtsloser wurde, griff Greg dennoch zu.

«Ich war am darben. Ich hatte noch zwei Lebensmittel-Dosen, die eine enthielt kleine Kartoffelstücke, die andere Schweinefleisch mit Bohnen. So gab ich der Versuchung nach und machte diesen Telefonanruf. Ich ging hin und drehte meinen ersten 'Erwachsenenfilm' und war überrascht, wie einfach das ging.»

«Was habe ich getan?»

Als er mit seinem Motorrad nachts heimfuhr, dachte er sich: «Was habe ich getan?» Doch neben seinen Bedenken war er froh, dass er essen konnte, denn die Szene hatte ihm 400 Dollar eingebracht. Und so machte er weiter. «Angelockt war ich als erstes vom Geld. Und dann, um absolut ehrlich zu sein, wurde mir der sexuelle Teil immer wichtiger.» Frauen seien seine Götzen geworden, zusammen mit dem Geld – und dann noch etwas völlig neues: Ruhm.

Was die Geschichte von anderen Porno-Stars, welche die Szene hinter sich gelassen haben, unterscheidet, ist, dass Greg zu diesem Zeitpunkt bereits Christ war. Doch er hatte sich dafür entschieden, Jesus Christus hinten anstehen zu lassen. Schon bald nach dem Start seiner Porno-Karriere habe er die innere Belastung und das innere Ringen gespürt.

Alkohol und Drogen

Diese innere Unruhe war sein steter Begleiter. «Ich wusste, dass ich abgefallen war. Der Schmerz in mir wuchs. Ich realisierte, was ich meiner Familie antat, denn meine Mutter, die Grossmutter, meine Brüder und Freunde fanden bald heraus, was ich machte.» Um mit dem inneren Leiden umzugehen, wendete er sich den Drogen und dem Alkohol zu. Ein Entscheid, der jene, die ihm nahe waren, entfremdete. Sein Negativ-Muster wurde weitergewoben.

Der verlorene Sohn

25 Jahre blieb Greg in dieser Industrie, bis er sich zu Gott wandte. «Gott rettete mich, er zog mich aus diesem sehr, sehr dunklen Ort. An dem Tag stieg ich in meinen Wagen, drehte den Zündschlüssel, startete den Motor und fuhr einen Block weit. Dann brach ich innerlich zusammen und weinte. Denn ich wusste, dass ich Gott so entsetzlich weh tat – und mir selbst auch.»

Er habe in seinem Leiden hinausgeschrien: «Ich habe es satt!», klagte er. «Bitte nimm mich zurück.» Greg begann, Vergebung zu spüren, Liebe und Frieden. Er fand Gott wieder und liess die Porno-Branche hinter sich zurück. Das war 2011. Heute erzählt er seine Lebensgeschichte und tritt in einem Video der Anti-Pornographie-Organisation «Fight the new Drug» auf.

Teile diesen Beitrag
Das könnte dich auch interessieren
Story
Makenna Brown wurde durch einen Bibelvers im Gefängnis ermutigt

«Ich war zu einem Monster geworden»

Jahrelang versucht Makenna Brown, von anderen akzeptiert zu werden. Drogen, Diebstahl und Beziehungen sollen die Leere füllen. Als sie verhaftet wird und alles zerbricht, begegnet sie ausgerechnet im Gefängnis einer Hoffnung, die alles verändert.
Story
Stephen McWhirter

Vergeben, was unverzeihlich scheint

Er sah, wie Menschen nach den Predigten seines Vaters zu Jesus fanden – und zu Hause, wie seine Mutter durch Misshandlungen litt. Stephen McWhirter wurde zum Feind Gottes …
Story
Melanie Rivas

Vom «Borderline-Satanismus» zur Gottesbegegnung

Melanie Rivas’ Freude an Jesus ist ansteckend. Noch vor einem Jahr jedoch war die 22-Jährige obdachlos, mittellos und auf der Flucht aus einer missbräuchlichen gleichgeschlechtlichen Beziehung …
Story
Gabrielas Startbedingungen waren extrem schwierig (Symbolbild)

«Gott hat mich von meiner Angst befreit»

Als Gabriela Withs Adoptivvater sie sexuell missbraucht und die Adoptivmutter davon erfährt, versucht diese, ihn vor Gabrielas Augen umzubringen. So leidet das Mädchen an Angst, Leistungsdruck und Lernblockaden.