Ehemaliger Nachtclubbesitzer – «Ich war die schlechteste Version von mir selbst geworden»

9.10.2018
3 min

Scott Harrison ist ehemaliger Besitzer eines Nachtclubs. Er war abhängig von Drogen, Porno und Glücksspiel. Der christliche Glaube half ihm beim Ausstieg. Inzwischen hat er in New York das Hilfswerk «Charity: Water» gegründet, durch welches mehr als acht Millionen Menschen sauberes Trinkwasser erhalten.In seiner Biografie «Thirst» («Durst») berichtet er nicht nur darüber, wie er im September 2006 das Hilfswerk «Charity: Water» gegründet hat, welches durch eine Million Spendern weltweit über acht Millionen Menschen mit sauberem Wasser versorgt. Er will auch andere ermutigen, die Fehler der Vergangenheit abzulegen und eine bessere Zukunft zu gestalten.

Scott Harrison weiss, wovon er spricht. Aufgewachsen war er in einem christlichen Elternhaus. Doch er wandte sich vom Glauben ab. «Ich war drogensüchtig, süchtig nach Pornografie, Zigaretten, Glücksspiel und Alkohol.»

Nachtclub gegründet

Harrison verliess sein christliches Zuhause im Alter von 19 Jahren und landete in New York City, wo er bald Promoter eines Nachtclubs wurde. Alkohol, Drogen, Rauchen und anderen Laster stellten sich ihm schnell zur Seite.

Nach Jahren mitten in diesem verschwenderischen Lebensstil, umgeben von grossen Namen und ständigen Partys, stellte sich aber ein Gefühl ein, das er mit «Taubheit» umschreibt: «Mein Körper war stumpfsinnig. Mein Gewissen wurde abgekocht», so Harrison. «Es dauerte etwa zehn Jahre, bis ich das geschafft hatte, aber irgendwie war ich die schlechteste Version von mir selbst geworden.»

Gnade auf dem «Mercy Ship»

Er wollte aussteigen und mit der Hilfe seiner Eltern kehrte er zu seinen christlichen Wurzeln zurück. Er entschied sich, das Nachtclubleben zu verlassen. Dies geschah in Form einer zweijährigen Zusammenarbeit mit «Mercy Ships», einer in Texas ansässigen Wohltätigkeitsorganisation, die grosse Spitalschiffe nach Übersee an Orte mit vielen Menschen in Not schickt.

«In der Nacht vor meiner Teilnahme an dieser humanitären Mission nahm ich meine letzten Drogen, rauchte meine letzte Zigarette, sah mir mein letztes pornografisches Bild an und spielte das letzte Mal», erklärt Harrison – ein kalter Entzug.

«Es war prophetisch und symbolisch, den Gang eines riesigen humanitären Krankenhausschiffes hinaufzugehen und in ein neues Leben zu fahren, um neu anzufangen.»

Zum Segen für andere geworden

Die Not, die er in den zwei Jahren sah, führte dazu, dass er später die erwähnte Wohltätigkeitsorganisation gründete, die zu einem wichtigen Werk für Millionen Menschen wurde.

Harrison betont den Wert der christlichen Gemeinden bei den Bemühungen und erklärt, dass die Gemeinden viel dazu beigetragen hätten. «Wir haben Kirchen, die die Geschichte von 'Charity:Water' als einen Weg nutzen, um ihre lokalen Gemeinschaften zu erreichen und zu sagen: 'Hey, schau mal, wir glauben an etwas, woran du sicherlich glauben kannst. Wir glauben, dass jeder Mensch auf der Erde sauberes Wasser zum Trinken verdient. Wirst du mit unserer Gemeinde zusammenarbeiten, um das zu erreichen?'»

Teile diesen Beitrag
Das könnte dich auch interessieren
Story
Makenna Brown wurde durch einen Bibelvers im Gefängnis ermutigt

«Ich war zu einem Monster geworden»

Jahrelang versucht Makenna Brown, von anderen akzeptiert zu werden. Drogen, Diebstahl und Beziehungen sollen die Leere füllen. Als sie verhaftet wird und alles zerbricht, begegnet sie ausgerechnet im Gefängnis einer Hoffnung, die alles verändert.
Story
Stephen McWhirter

Vergeben, was unverzeihlich scheint

Er sah, wie Menschen nach den Predigten seines Vaters zu Jesus fanden – und zu Hause, wie seine Mutter durch Misshandlungen litt. Stephen McWhirter wurde zum Feind Gottes …
Story
Melanie Rivas

Vom «Borderline-Satanismus» zur Gottesbegegnung

Melanie Rivas’ Freude an Jesus ist ansteckend. Noch vor einem Jahr jedoch war die 22-Jährige obdachlos, mittellos und auf der Flucht aus einer missbräuchlichen gleichgeschlechtlichen Beziehung …
Story
Gabrielas Startbedingungen waren extrem schwierig (Symbolbild)

«Gott hat mich von meiner Angst befreit»

Als Gabriela Withs Adoptivvater sie sexuell missbraucht und die Adoptivmutter davon erfährt, versucht diese, ihn vor Gabrielas Augen umzubringen. So leidet das Mädchen an Angst, Leistungsdruck und Lernblockaden.