Er glaubte sich zu schwach – «In den Höhen und Tiefen des Lebens lernt man, dass Jesus verlässlich ist»

15.6.2019
3 min

Er ist Pastor einer Gemeinde in San Diego, ehemaliger NFL-Spieler sowie Mentor und Ermutiger vieler Sportler. Täglich veröffentlicht Miles McPherson Andachten, die auch von Sportlern gehört werden. Seine Gemeinde ist die grösste der Stadt mit über 100 sozialen Diensten. Doch das war nicht immer so.Miles McPherson wächst in ärmlichen Verhältnissen in New York auf, seine Mutter ist Krankenschwester, sein Vater Polizist. Schon früh ist er leidenschaftlicher Football-Spieler und kommt auf eine spezielle Sportschule. «Ich kannte Gott zu diesem Zeitpunkt nicht, aber ich wusste tief in meinem Herzen, dass ich eines Tages in der NFL spielen und dass mein Leben von Bedeutung sein würde.»

Das erzählt er auch seinen Trainern, aber die lachen nur über ihn. «Hinter meinem Rücken machten sie sich über mich lustig, sagten den anderen Spielern, dass ich es nie schaffen werde, dass ich zu klein, zu langsam bin… Aber das motivierte mich nur dazu, härter zu arbeiten.» Und tatsächlich: Mehrere Teams sind bald am ihm interessiert und er wird von den Los Angeles Rams in die NFL geholt. 

Unter Gruppendruck

Als Neuling im Team steht er jedoch bald unter Gruppendruck. Als er eines Tages mit sechs Jungs in ein Hotelzimmer geht, holen sie Kokain raus. «Ich wusste, dass das falsch ist, dass es gefährlich ist, aber ich lebte gefährlich», erinnert sich McPherson. Und so beginnt er, Kokain zu konsumieren.

Eines Tages geht er mit einem Freund in ein sogenanntes «Crackhaus», in dem die Droge Crack hergestellt wird. McPherson sieht den Jungen, der dort arbeitet – abgemagert und krank. «Er sah aus wie ein Skelett und ich sah ihn an und dachte: 'Der arme Typ, die Drogen bringen ihn um'. Dann schaute ich in den Spiegel und Gott sagte zu mir: 'Was ist denn mit dir? Noch vor kurzem war er so wie du…'»

Zu schwach, um aufzuhören

Er entscheidet sich, kein Crack zu konsumieren, doch mit den Drogen ganz abschliessen kann er nicht. Ihm fehlt die Willensstärke. «Ich wusste, dass ich in der NFL war und trotzdem dabei war, diesen Traum zu zerstören…» Aber er glaubt nicht, dass er mit dem Drogenkonsum ganz aufhören kann. «Ich sagte immer: 'Gott, nur noch einen Tag. Ich möchte nur noch zu dieser Party, nur noch dies erleben, damit ich erfüllt und glücklich werde.» Doch die Erfüllung stellt sich nicht ein.

Verpflichtung gegenüber Gott

Zu der Zeit erzählen ihm ein paar Mitspieler des Teams von Jesus. «Am 12. April 1984 um 5 Uhr morgens sagte ich: 'Es ist vorbei! Ich will mich Gott gegenüber so verpflichten, wie ich mich dem Football, den Drogen und dem Spass gegenüber verpflichtet habe. Ich gebe ihm jetzt mein Leben!»

Heute ist McPherson Pastor einer grossen Gemeinde in San Diego, die sich gerade im sozialen Bereich der Stadt einsetzt. Durch seine Vergangenheit versteht er den Kampf vieler Menschen sehr gut und tut alles dafür, dass viele Jesus kennenlernen. Denn Jesus sei der einzige, auf den wirklich Verlass ist: «In den Höhen und Tiefen des Lebens lernt man, dass er verlässlich ist, er ist zu 100 Prozent vertrauenswürdig.»

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