Es begann mit dem Radio – «Jetzt sind wir zu zweit»

Afrikanischer Mann
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Afrikanischer Mann
17.7.2021
4 min

Über das Radio hörte Tazeem aus Westafrika zum ersten Mal von Jesus – in seiner eigenen Sprache. Doch den Radiosender fand er nicht mehr wieder. Trotzdem begann er, das gehörte in seinem muslimischen Heimatdorf weiterzugeben…

Als ein Mann namens Tazeem eines Tages Radio hörte, hörte er einen Christen, das Evangelium in Tazeems eigener Sprache weitergab. Die Botschaft handelte von Gottes Liebe zu den Menschen, von der Vergebung in Jesus und von der Kraft des Gebets, und sie ermutigte ihn zutiefst. Er wollte mehr wissen, fand aber die Radiosendung nicht wieder. Trotzdem begann er, die Botschaft, die er gehört hatte, mit anderen in seinem Dorf zu teilen.

Bei einer dieser Gelegenheiten traf er eine ältere Frau, die manchmal Loblieder auf Gott sang. Das war in einer muslimischen Gemeinde nicht üblich. Als sie hörte, dass Tazeem die Botschaft, die er im Radio gehört hatte, weitergab, lächelte sie herzlich und sagte: «Jetzt sind wir also zu zweit hier, und du kannst Gott zusammen mit mir anbeten. Von jetzt an bist du mein Sohn!»

Weder Tazeem noch seine neue Freundin besassen eine Bibel. Aber die Frau, die er liebevoll «Alte Mutter» nannte, hatte durch einen kurzen Kontakt mit Gemeindegründern in einer anderen Gemeinde einige biblische Geschichten gelernt. Die beiden begannen, zusammenzuarbeiten, um das, was sie von Gottes Wort wussten, mit ihren Freunden und Nachbarn zu teilen. Sie hatten eine sehr einfache Botschaft: «Kommt zu Jesus. Das ist der richtige Weg. Kommt einfach!» 

Rettung im Haus der «Alten Mutter»

Eines Tages begann die Mutter des Scheichs in der Stadt Reaktionen zu zeigen, die auf die Gegenwart dämonischer Geister hinwiesen. Sie wurde zu den Medizinmännern und dann zu den muslimischen Marabouts gebracht, die ihr den Koran vorlasen, aber ohne Erfolg. In einem kurzen Moment der Klarheit rief sie aus: «Ich muss in das Haus der 'Alten Mutter' und ihres Jungen!» Und mit diesem einen kurzen Satz rannte sie vom Haus des Scheichs direkt zum Haus der alten Frau.

Die von Dämonen besessene Frau war jedoch tief in den Händen des Feindes. In dem Moment, als sie die Schwelle zum Haus der Christin überschritt, erstarrte ihr Körper und sie brach hilflos auf dem Boden zusammen. Acht Tage lang lag sie auf einer Schlafmatte, unfähig, sich zu bewegen. Sie ass nicht, sprach nicht und benutzte nicht die Toilette. Sie verharrte in einer starren Position, während Tazeem und die «Alte Mutter» beteten. Dann plötzlich, am achten Tag, verliessen die bösen Geister sie. Sie stand auf und sprach, und die Christen kümmerten sich um ihre Bedürfnisse.

«Die Geister sind besiegt!»

Die Nachricht ging sofort durch das ganze Dorf: «Die Mutter des Scheichs ist geheilt! Die Geister sind besiegt!» Der Scheich hörte die Nachricht und kam schnell zu ihnen. Als er sah, dass seine Mutter ass und bei klarem Verstand war, fiel er sofort auf die Knie und flehte Tazeem an, ihn über seinen Gott zu lehren. An diesem Tag wurden sowohl der Scheich als auch seine Mutter zu Jesu Nachfolgern.

Auch diese Nachricht verbreitete sich schnell. Die Menschen aus dem Dorf begannen, das Haus der christlichen Frau zu füllen und Heilungen und Befreiung von bösen Einflüssen durch die Kraft Gottes zu suchen. Die kleine Hütte sah aus wie eine Ambulanz, eine Klinik für Körper und Seele.

17 neue Gemeinden

Die muslimischen Führer in der Gegend hatten von dem «Verrat am Islam» durch den Scheich gehört und stellten ein Komitee zusammen, das sich mit ihm befasste. Sie bewaffneten sich mit Messern und Gewehren und suchten nach dem christlichen Scheich. Glücklicherweise wurde er rechtzeitig gewarnt und fand Zuflucht in der Polizeistation. Als die Polizei die mörderische Gruppe verhaften wollte, trat er vor und sagte: «Bitte, verhaftet sie nicht. Ich habe ihnen bereits verziehen! Solange sie mir nichts antun, will ich sie nicht vor den Richter bringen.»

Heute gründet dieser ehemalige Scheich Gemeinden, und die Gemeinden vervielfältigen sich. In dem Gebiet mit 70 Dörfern gibt es jetzt 17 kleine Gemeinden mit etwa 125 neuen Christen. Die Verfolgung ist immer noch präsent, aber das Evangelium hat an diesem schwierigen Ort Westafrikas Fuss gefasst.

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