FC Lugano-Keeper Joël Kiassumbua – «Ohne Jesus bringt alles nichts»

Joël Kiassumbua
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Joël Kiassumbua
15.9.2017
3 min

Nach einem U-17-Weltmeister-Titel ist Torwart Joël Kiassumbua über Nacht berühmt. Er wähnt sich ganz oben, doch dann verebbt die Welle des Erfolgs. Seine Karriere stagniert und Freunde wenden sich von ihm ab. Schliesslich erinnert sich der Profi-Sportler an Jesus...Ich bin Profitorhüter beim FC Lugano. Mein Vater stammt ursprünglich aus der Demokratischen Republik Kongo und meine Mutter ist Schweizerin. In meiner Familie stand Jesus Christus immer im Mittelpunkt. Aber ich wollte das typische Fussballer-Leben: Erfolg, Partys, Frauen. Ich musste erst erfahren, dass einen das langfristig nicht erfüllt.

Frühe Erfolge

Seit meiner Jugend ist mir vieles in den Schoss gefallen, sei es im Fussball oder in der Schule. Ich musste mich nie gross anstrengen. Zum Fussball kam ich durch meinen Vater, der selber lange als Profi gespielt hat. Mit zwölf Jahren wechselte ich von meinem Dorfverein in den grossen Verein FC Luzern. Mit 15 wurde ich Junioren-Nationalspieler und mit 17 holte ich mit meiner Mannschaft den U17-Weltmeistertitel für die Schweiz. Doch der schnelle Erfolg tat mir nicht gut. Ich wurde überheblich und arrogant und verlor den Bezug zur Realität. Als ich dann noch eine Einladung aus England erhielt, schien alles perfekt. Doch der Transfer kam nicht zustande und das war der Knackpunkt in meiner noch jungen Karriere.

Es läuft nicht mehr

Als ich aus England zurück kam, lief es für mich nicht mehr so wie vorher. Ich spielte immer weniger und meine Motivation liess nach. Ich konzentrierte mich auf die falschen Sachen und machte viel Party. Als mein Vertrag bei Luzern auslief, wechselte ich zu Rapperswil. Doch auch da wollte es nicht klappen und ich löste meinen Vertrag im Winter auf. Ich suchte nach einem neuen Verein, aber ich fand keinen. Und dadurch ging alles bergab. Wo ich vorher so viele Freunde hatte, wollte jetzt niemand mehr was von mir. Ich war nicht mehr berühmt und nicht nicht mehr interessant. Und auch ich fing an, an mir zu zweifeln. Das war der Moment, in dem ich anfing, mein Leben zu überdenken und mich an Jesus zu erinnern.

Was wirklich zählt

Meine Eltern waren mir eine grosse Hilfe, wieder zurück zu Jesus zu finden. Sie haben immer wieder mit mir über Gott gesprochen und viel mit mir gebetet. So fand ich zurück zum Glauben. Ich fing an, viel in der Bibel zu lesen und begann, mein Leben nach diesen Worten auszurichten. In dieser Zeit, in der ich nichts mehr hatte, wurde mir bewusst, dass ich auf Jesus Christus angewiesen bin und dass ich ohne ihn nichts kann. Mir wurde klar, dass er für mich am Kreuz gestorben ist und dass ich nur durch ihn leben kann.

Jesus hat sehr viel Ruhe, Frieden und Gelassenheit in mein Leben gebracht. Ich weiss mittlerweile, dass er mich liebt, und dass ich mich ihm zuwenden und anvertrauen kann. Ich wurde ruhiger und gelassener und ich habe das Vertrauen, dass Jesus immer bei mir und an meiner Seite ist.

Meine sportliche Situation hat sich dann auch ziemlich krass geändert. Im Jahr 2012 hatte ich ein Probetraining und unterschrieb direkt danach einen Profi-Vertrag. Mittlerweile bin ich Nationalspieler der Demokratischen Republik Kongo und bestritt 2015 den Afrika-Cup.

Zu meinem Leben passt, was der brasilianische Weltmeister Lucio einmal gesagt hat: «Wenn du meinst, du hast alles, aber Jesus nicht hast, – hast du gar nichts.» Ähnlich steht es auch in der Bibel, in Markus, Kapitel 8, Vers 36: «Was hat ein Mensch, wenn er die Welt gewinnt, aber zuletzt sein Leben verliert?»

Ich habe verstanden, dass ich Jesus brauche. Ich lebe mittlerweile für ihn und will ihn gross machen.

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