Gehört und gehorcht – Organspende einer Rektorin – obwohl sie eigentlich gar nicht wollte

Sarah Schecter
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Sarah Schecter
11.2.2020
3 min

Sie wusste, was sie tun sollte – obwohl sie gar nicht wollte. Trotzdem gehorchte Sarah Schecter Gott. Heute fragt sie sich, wie viele Abenteuer sie wohl erlebt hätte, wenn sie schon früher auf Gottes Stimme gehört hätte.Sarah Schecter ist Rektorin der Oakridge School in Arlington, Texas. Immer wieder sagt sie ihren Schülern, dass man freundlich und mitfühlend sein soll, immer bereit, Gutes zu tun. Doch für sie selbst war es gar nicht so einfach, dies in die Tat umzusetzen.

Von Gott gerufen

Der Vater von drei Schülern, Nate Jones, war krank. Zunächst hatte er 2017 nur Augenprobleme und dachte an eine neue Brille. Doch, wie die Mutter der drei Schüler der Rektorin 2018 erzählte, wurde bei ihm ein Nierenversagen festgestellt. «Es sah sehr schlecht aus», erklärte Schecter gegenüber der Tageszeitung «The Dallas Morning News». «Ich kannte ihn gar nicht richtig, ich sah sie viel öfter als ihn, aber ich dachte, dass es komisch ist, dass jemand so früh Nierenversagen bekommt.» Denn Nate Jones ist gerade mal 46 Jahre alt.

Das Schicksal des Mannes liess sie nicht los. Und sie spürte, dass Gott sie aufrief, ihm zu helfen. «Ich bin nicht der Typ Mensch, der die Stimme Gottes hört, aber ich fühlte mich einfach von Gott gerufen, ihm meine Niere zu geben.» Dabei wollte sie selbst das gar nicht. Sie habe sich taub gestellt und gedacht, dass jemand anderes bestimmt eine Niere spenden würde. Dies geschah aber nicht...

Überraschende Reaktion der Familie

So kam der Moment, als die 57-jährige Rektorin mit ihrer eigenen Familie über die Sache sprach und insgeheim hoffte, die Angehörigen würden ihr die Idee ausreden. Das Gegenteil war der Fall: Sie wurde von allen dazu ermutigt. Und: Tests ergaben, dass ihre Niere perfekt zu Nate Jones passte. «Und warum auch nicht? Wenn Gott mir das selbst aufs Herz gelegt hatte, warum sollte sie dann nicht perfekt passen?»

Doch Sarah Schecter war immer noch nicht ganz bereit. «Ein Teil von mir hoffte, dass es nicht passen würde; dann würde ich dafür gelobt, etwas Gutes tun zu wollen, müsste es aber letztlich nicht tun.»

Durch die Bibel ermutigt

Doch die Operation wurde auf den 13. Januar dieses Jahres gelegt. Die Rektorin hatte grosse Angst. Erst als Mitglieder ihrer Gemeinde für sie beteten, konnte sie die Sorgen Gott abgeben. Ermutigt wurde sie vor allem durch Psalm 118, Vers 24, wie sie jetzt berichtete. Dort steht: «Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat; heute wollen wir fröhlich jubeln und unsere Freude haben.» Mit dieser Gewissheit ging sie in die dreistündige OP, die ein voller Erfolg war.

Sarah Schecter und Nate Jones
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Sarah Schecter und Nate Jones

Nach der Operation trafen sich Sarah und Nate – und umarmten sich fest. «Gott segne dich», wiederholte Nate Jones mehrmals. Und sie antwortete darauf: «Es gibt etwas Mutiges für dich zu tun! Gott wird dir das zeigen. Du hast jetzt eine gut funktionierende Niere. Geh vorwärts und tue das, was du zu tun hast!»

Heute ist Sarah Schecter unheimlich froh, dass sie auf Gottes Stimme gehört hat. «Die Wahrheit ist, dass ich ein ganz normaler Mensch bin. Ich habe einmal auf Gott gehört und ihm gehorcht. Aber ich wünschte, dass ich [in der Vergangenheit] mehr auf Gott gehört hätte. Wer weiss, was ich für aufregende Abenteuer erlebt hätte, wenn ich mehr auf ihn gehört hätte.»

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