Nach Drogenbesitz – Polizist kommt selbst in den Knast

Ein Mann myanmarischen Aussehens
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Ein Mann myanmarischen Aussehens
20.3.2020
2 min

Nyan (Name geändert) war Polizist in Myanmar – bis er anfing, Drogen zu nehmen. Plötzlich fand er sich selbst als Insasse des örtlichen Gefängnisses wieder und verbüsste eine dreijährige Haftstrafe wegen Drogenbesitzes…

Während seiner Zeit hinter Gittern hörte er die Botschaft von Jesus Christus, blieb ihm gegenüber aber verschlossen. Nach seiner Entlassung verstiess er wieder gegen das Gesetz und wurde wegen einem erneuten Drogenvergehen ins Gefängnis zurückgeschickt.

Nyan sah, wie derselbe Pastor erneut im Gefängnis erschien. Dieses Mal begann Nyan, ihm Fragen zu stellen. Er wollte wissen: «Warum hat Jesus sich freiwillig dem Tod durch Folter hingeben?»

Die beiden unterhielten sich eine Zeit lang und Nyan spürte die Gegenwart des Heiligen Geistes: Er begann, in der Bibel und in den Traktaten zu lesen, die der Pastor ihm abgegeben hatte.

Guerillas im Nacken

Nyan vertraute sein Leben Jesus Christus an. Als er zwei Monate später das Gefängnis wieder verlassen konnte, wollte er eine Bibelschule beginnen. Zunächst fürchtete er, dass er wegen seiner früheren Verbrechen und der Aids-Infizierung nicht angenommen würde.

Doch er fand Annahme – heute studiert er an der Bibelschule und bereitet sich darauf vor, selbst Pastor zu werden.

Nyan hat eine Frau und vier Kinder. Die Region ist allerdings wenig idyllisch: Die Bevölkerung wird von rebellischen Guerillas dazu gedrängt, sich an ihrem Militäraufstand zu beteiligen. Wenn sich die Dorfbewohner weigern, werden sie aus der Stadt vertrieben und ihre Ernte verbrannt.

Missionare helfen

«Als die Leute unserer christlichen Gemeinde sich weigerten, Folge zu leisten, warfen sie diese aus dem Dorf hinaus und zerstörten ihre Felder», berichtet Gemeindeleiter Cho (Name geändert). «Deshalb half unsere Kirche ihnen mit Unterkünften und Notnahrung.»

«Wir versuchen unser Bestes, diesen armen und geplagten Menschen geistlich und körperlich zu helfen», erklärt ein Mitarbeiter des christlichen Werks «Christian Aid», der anonym verbleiben möchte. «Unsere Missionare helfen den Patienten mit kostenlosen Medikamenten und geben das Evangelium weiter.»

Ausbruch aus Leben voller Angst

«Diese Menschen sind sehr arm und sie beten böse Geister an, so dass ihr Leben voller Angst ist», sagt der «Christian-Aid»-Mitarbeiter weiter. «Aber wenn sie von dem souveränen und lebendigen Gott erfahren, sind sie sehr interessiert.»

Weiter nennt er ein aktuelles Beispiel: «Anfang dieses Jahres kam eine Frau zum Glauben und beschloss, mit ihren Kindern Jesus Christus nachzufolgen. Wir waren sehr besorgt, wie ihr Mann reagieren würde, aber der Herr wirkte im Herzen ihres Mannes, und er entschied sich ebenfalls dazu, Gott kennenzulernen.»

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