Showdown auf den Knien – Samurai-Schwert, Drogen und Jesus Christus

22.9.2016
3 min

Tony Gielty gehörte laut dem «Inspire Magazin» zu den brutalsten Gefängnisinsassen Schottlands. Nach einem aussergewöhnlichen Show-down hinter Gittern änderte er seinen Lebensstil jedoch völlig. Heute ist er wieder im Knast zu finden – jedoch freiwillig und nicht, um Strafen zu verbüssen.

Im Alter von 17 Jahren war Tony Gielty ein gewalttätiger Krimineller. Nachdem er einen anderen Mann mit einem Samurai-Schwert angegriffen hatte, landete er im Gefängnis – dort ging die Gewalt weiter. Bald dealte er mit Drogen, er verdiente Geld und nahm Valium. Wut, Hass, Paranoia – die Spirale ging abwärts. Niemand war vor ihm sicher – weder seine Mitinsassen noch das Gefängnispersonal.

Entscheidung hinter Gitter

Sein Wandel erfolgte nach einem Anstoss von ungeahnter Seite. Ein Pastor stellte ihn an eine Wegkreuzung und lud ihn ein, sich zu entscheiden, zwischen seinem bisherigen Leben oder einem neuen, mit Jesus Christus.

Schon bald brauchte ein Kamerad Tonys Hilfe in einem Kampf. Wie würde er sich entscheiden? Die Gewalt oder Christus? «Die Entscheidung war rationell und emotionell. Ich musste abwägen, was es kosten würde, die Gewalt abzulehnen, die ein massiver Teil meiner Identität geworden war, sowie meinen Ruf – denn dieser brachte Schutz und kriminellen Status.»

Der Gewalt abzusagen würde zudem bedeuten, das Gangleben abzustreifen, dazu zählten seine ältesten Freundschaften. «Der rationelle Entscheid war schnell gefällt. Der emotionelle war schwieriger; die Freunde zurückzulassen, die mit mir geblutet hatten. Doch ich hörte den Ruf Christi, sein Licht zog mich an und es führte mich weg von der Dunkelheit.»

Würde er Jesus verlieren?

Tony begann, die Gottesdienste hinter Gittern zu besuchen. Nicht, dass plötzlich alles einfach gewesen wäre. Doch er liess die Kriminalität in seinem Leben verstummen, er hörte auf mit Drogendealen. Zuversicht fand er im biblischen Buch Amos.

«Ich wurde mir meiner Unzulänglichkeit bewusst. Meine Seele beugte sich unter der Wahrheit Gottes. Seine Heiligkeit zeigte mir meine Verdorbenheit auf.»  Plötzlich setzte Panik ein, als er auf sein schlechtes Verhalten zurückschaute und er war überzeugt, dass er Jesus, den er erst gerade entdeckt hatte, für immer verlieren würde.

Heute freiwillig hinter Gittern

Doch dann folgte der Durchbruch durch das Lesen in der Bibel, die Gebete und die Inputs in den Gottesdiensten. Der alte «Tony» starb, seit diesem Zeitpunkt nennt er sich Anthony.

Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis begann er sein Studium, er heiratete, gründete eine Familie und begleitet Menschen hinter Gittern wie auch draussen. Gerade Gefängnisinsassen zeigt er auf, dass sie den Ausstieg, der ihm gelungen ist, ebenfalls vollziehen können. «Ich möchte sehen, wie Menschen Jesus kennenlernen und dass sie wissen, das Gott real ist und dass er sich um uns kümmert. Ich will ihnen Hoffnung geben, dass sie wissen: egal wie dunkel es aussehen mag, es ist möglich, dies durch Jesus zu überwinden!»

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