Kymberly ersehnte den Ausstieg – Umkehr nach 18 Jahren als Nackttänzerin

Junge Frau mit Kaffeebecher in der Hand
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Junge Frau mit Kaffeebecher in der Hand
18.1.2017
4 min

Schon in frühen Jugendjahren wurde Kymberly sexuell erniedrigt. Früh wurde sie aus dem Elternhaus rausgeworfen und schlug sich danach als Nackttänzerin durch. Angewidert von den anzüglichen Kommentaren versuchte sie zu entkommen.

«Als ich neun Jahre alt war, fühlte ich mich plötzlich abgelehnt. Plötzlich wurde Gewalt an mir verübt, dazu kam verbaler und geistlicher Missbrauch.» Ein älteres Mädchen bedrohte sie so lange, bis sie bei einem sexuell erniedrigenden Akt mitmachte. Dieses Trauma hinterliess eine innere Narbe, die ihr Denken und ihr Leben beeinflussten. «Am schlimmsten war das Sich-verlassen-Fühlen.»

Jahre später, mit 14, füllte die Mutter einer ihrer Freundinnen Kymberlys Leben mit Pornos und Whisky. «Zwei Jahre später attackierte mich ein ex-Freund mehrfach. Er trat mir gegen den Kopf, drückte mir eine Pistole ins Gesicht. Nackt kämpfte ich dagegen, vergewaltigt zu werden.»

Auf der Strasse

Kymberly nahm Alkohol und Drogen, um dem emotionalen Schmerz zu entkommen. «Ich begab mich in trostlose sexuelle Begegnungen. Ich klammerte mich an Typen, die nicht an mir interessiert waren, ich sehnte mich nach Bestätigung.» Bis sie Tabletten schluckte, um sich das Leben zu nehmen. «Gegen jede Logik traf ich Entscheidungen aus den Emotionen heraus.»

Ihre Eltern und sie selbst merkten nicht, dass ihre Traumata die Auslöser ihres Verhaltens waren. «Meine Einstellung waren die Symptome einer emotionalen Störung. Die Eltern waren nicht dazu in der Lage, damit umzugehen. Als meine Mutter völlig frustriert war, schlug sie mir ins Gesicht und warf mich raus.»

Abhängig

«Mit 17 schlenderte ich nun durch die Stadt, auf der Suche nach Jobs, um mich über Wasser zu halten. Männer fuhren mit ihren Autos die Strasse entlang, um nach Prostituierten Ausschau zu halten.» Kymberly kehrte ihnen den Rücken zu. «Doch der Gedanke begann Wurzeln zu schlagen. Bei einer Handvoll Gelegenheiten erachtete ich dies als praktikable Option. Ich entdeckte, dass mein Körper eine sehr lukrative Ressource sein kann.»

Bald danach wurde Kymberly Nackttänzerin. «Zunächst war es anregend. Schnell wurde ich abhängig vom Geld und dem Angehimmelt-werden. Mit der Zeit aber war die Aufregung weg. Ich war angewidert von den anzüglichen Kommentaren der Besucher, ihren Gesten und den scharrenden Händen. Doch wenn sie mich zurückwiesen, fühlte ich mich dennoch schlecht.»

18 schwere Jahre

Während dieser Zeit versuchte Kymberly immer wieder, einen anderen Weg einzuschlagen. Nach vier Jahren gelang ihr ein Abschluss und sie versuchte, sich in verschiedenen Jobs weiterzubilden. «Doch der Ausstieg gelang lange Zeit nicht, während 18 Jahren blieb ich im Strip-Club.»

Eines Nachts schrie sie zu Gott um Hilfe. «Mehrere Monate später fuhr ich in den Club. Gott antwortete. Auf dem Weg hörte ich über den CD-Spieler einen Gottesdienst. Ich erkannte, dass Gott mir sagt, dass ich sofort mit dem Tanzen aufhören soll. Meine Hände zitterten, als ich den Wagen wendete.»

Schritte mit Gott

«Ich hatte keine Ahnung, wie er mir helfen würde», berichtet Kymberly. Doch Gott führte jeden Schritt: «Wohnung, Einkommen, christliche Gemeinde und ein echter Freundeskreis kamen alle in mein Leben. In schweren Zeiten kam zwar noch einmal die Versuchung, zurückzukehren, doch Christus half mir hindurch. Er war der Grund, warum ich nicht mehr zurückwollte.»

Kymberly konnte in ihrem neuen Leben mit Jesus Fuss fassen. Sie erlebte echte Annahme statt Ausnutzung und inneren Frieden statt innere Leere.

Etwas Neues hat begonnen

Der lang ersehnte Ausstieg gelang. Aus eigener Kraft war er nicht möglich gewesen, doch mit Gottes Beistand und Hilfe fand sie nicht nur aus dem Business heraus, in dem sie letztlich erniedrigt worden war, sie entdeckte auch ein Leben, das sie nun wirklich erfüllt.

Ein Vers aus der Bibel ist Kymberly wichtig geworden. Er steht in 2. Korinther, Kapitel 5, Vers 17: «Gehört jemand zu Christus, dann ist er ein neuer Mensch. Was vorher war, ist vergangen, etwas Neues hat begonnen.»

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