Vegan-Influencerin Tabitha Brown – Von Gott geschenkte Idee wurde zur Berufung

Tabitha Brown
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Tabitha Brown
2.1.2022
4 min

Mehr als eineinhalb Jahre litt Tabitha Brown (42) unter unerklärlichen Schmerzen. Erst eine andere Ernährungsweise führte die ersehnte Besserung herbei. Dabei spielte auch ein ganz konkretes Gebet eine zentrale Rolle.

«Die Umstellung auf eine pflanzliche Ernährung hat mir das Leben gerettet und verändert», bilanziert Tabitha Brown. «Im Jahr 2016 wachte ich mit schrecklichen Schmerzen im Hinterkopf auf.» Diese blieben für ein Jahr und sieben Monate. Vergeblich ging sie Woche für Woche zum Arzt. Tabitha war innerlich und äusserlich am Ende. «Ich dachte, ich würde sterben. Ich verfiel in eine Depression und hatte starke Angstzustände. Es ist frustrierend, wenn die Ärzte nicht sagen können, was mit einem los ist.»

Sie stellte fest, dass sie während der Krankheit immer dasselbe Gebet sprach. «Ich kam an den Punkt, an dem ich Gott versprach, mein Leben voll und ganz ihm zu verschreiben, wenn er mich heilen würde.» Sie wolle nicht mehr versuchen, das Leben auf ihre Art zu leben, sondern sich ganz ihm und seinen Plänen hingeben.

Ein aussergewöhnlicher Traum

Ein paar Wochen später träumte Tabitha eines nachts, dass sie sich sehr frei, gesund und wohl fühlt. Und mehr als das: Sie trat sogar in einer Show auf. «Das war seltsam, weil ich aufgrund der Schmerzen nicht in der Lage war, vorzusprechen oder so etwas zu tun.»

Dann kam ihre Tochter von der Schule nach Hause und sagte: «Mama, wir haben heute in der Schule den Dokumentarfilm 'What the Health' gesehen, den solltest du dir ansehen.» Dieser Dok-Film auf Netflix erkundet, wie Essen krank machen kann. Tabitha Brown erkannte, dass nicht alle Krankheiten erblich sind. «Auch die gleiche Nahrung kann in einer Familie dieselbe Krankheit verursachen.»

Frühe Todesfälle

Diese Erkenntnis war wichtig für sie, weil einige in ihrer Familie früh starben. Ihre Mutter starb im Alter von 51 Jahren an ALS, einer seltenen Krankheit. «Es gibt weder eine Ursache noch eine Heilung. Mein Vater ist nun 70 Jahre alt – er ist der älteste Mann in unserer Familie. Die Menschen werden bei uns früh krank und sterben sehr jung.»

Die einzige Gemeinsamkeit, die Tabitha ausmachen konnte, war die Ernährung. Gleichzeitig sei es auch der einzige Ansatzpunkt gewesen, den sie noch nicht ausprobiert hatte. So beschloss sie, sich für 30 Tage ausschliesslich vegan zu ernähren. Bereits nach zehn Tagen waren die Kopfschmerzen verschwunden. «Ich hatte wieder Energie und spürte, dass ich auf dem richtigen Weg war.»

Stets mit Gott in Verbindung

Dieser eingeschlagene Weg erwies sich weiterhin als richtig für Tabitha Brown. Sie habe ihre Denkweise umgestellt und das richtige Essen als echte Medizin entdeckt. Das sei für sie insofern eine radikale Veränderung gewesen, weil sie im Süden aufgewachsen war, wo es vor allem darum ging, wie gut das Essen schmeckt und nicht, wie gesund es ist.

Während sie bei der Ernährung vieles umgestellt hat, blieb eines für sie weiterhin eine Konstante: ihre Beziehung zu Jesus. Es sei ihr wichtig, täglich mit Gott in Verbindung zu sein, «denn er ist meine Quelle. Ich tue nichts, ohne ihn zuerst zu suchen», so Tabitha. «Ich habe mein Leben sehr lange auf meine Weise gelebt und habe dadurch eine Menge Fehler gemacht.» Sie dränge ihr Leben nicht anderen auf oder versuche die Leute zu überzeugen, sich nur noch pflanzlich zu ernähren. Sie wolle das Thema mit Leichtigkeit und Humor angehen. «Ich erzähle einfach nur meine Geschichte. Und die Leute fühlen sich aus irgendeinem Grund davon inspiriert.»

«Es fängt immer bei uns selbst an»

Tabitha Brown ist zur Vegan-Influencerin mit rund neun Millionen Followern bei Instagram und TikTok geworden. Sie hat auch schon Kochbücher herausgebracht. Es gehe ihr darum, nicht zu urteilen oder sich aufzudrängen. Sie habe das Gefühl, dass sie in ihrem Leben als gutes Beispiel vorangehe. «Ich versuche immer, andere zu ermutigen, freundlich zu sein und Liebe zu verbreiten. Wenn es uns nicht gelingt, liebevoll oder freundlich zu sein, dann liegt das oft daran, dass wir nicht freundlich zu uns selbst sind. Es fängt immer bei uns selbst an.»

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